Liebe Studierende,
ich verfolge Ihre Posts mit Interesse und möchte mich zu einigen Punkten aus Ihren Posts kurz äussern: Sie haben den Text von Herz einerseits als engagiert und hilfreich empfunden, andereseits empfinden Sie ihn als zu idealistisch, vielleicht sogar polarisierend. So scheint die Frage auf, inwiefern Herz Vorschläge auch tatsächlich in der Schulpraxis umgesetzt werden können. Herz' formulierte Handlungsvorschläge stellen sicherlich eine Herausforderung dar für die Schul- und Vorbereitungspraxis. Es geht wohl nicht darum, dass die genannten Vorschläge in Ihrer Gesamtheit verwirklicht werden, sondern der eine oder andere Punkt kann Ihnen helfen, die Nachhaltige Bildung ganz konkret in Ihrer Arbeit einzubauen. Es sind Visionen und Ideale, die er formuliert, lassen Sie sich davon nicht abschrecken - jedoch sollen sie langfristig keine Visionen bleiben, sondern einen selbstverständlichen Platz in der Praxis einnehmen.
Eine begriffliche Erklärung scheint mir noch wichtig zu sein: Sie schreiben in Ihren Blogs mehrfach vom "Thema" Nachhaltigkeit, welches - und durchaus nachvollziehbar - die SchülerInnen irgenwann langweilen könnte. Wenn wir aber nicht von einem "Thema" Nachhaltigkeit ausgehen, sondern von der "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" als Konzept oder Strategie, die grosse Vielfalt der Themen der Nachhaltigkeit in den normalen Schulalltag zu integrieren (also beim Thema Schokolade durchaus zusätzlich zu den "gewohnten" Inhalten den FairTrade-Aspekt mitbearbeiten), dann folgt in meinen Augen ein sehr intuitives, ganzheitliches und eben auch nachhaltiges Lernen.
Freundliche Grüsse, Michael Zahner
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