Wir haben uns für das Thema Abfall entschieden, weil diese Thematik in unserem Leben täglich auftritt. Die Kinder können sich etwas darunter vorstellen und sich vertieft damit auseinander setzen. Denn sie sind auch direkt davon betroffen. Weiter können wir uns vorstellen, mit den Schülerinnen und Schülern praktische und handlungsorientierte Beispiele durchzuführen, die dem Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung entsprechen.
1. Welche Teilkompetenzen einer BNE wurden mit der Unterrichtseinheit angestrebt?
Lernziele: Das Kind…
…kann in eigenen Worten „Abfall“ definieren
…kennt die verschiedenen Wege, welche der Abfall durchlaufen kann.
--> d1, d2
…kann eigene Visionen äussern und begründen.
--> f2, f3
…kann Folgen auf unsere Umwelt und unser Leben nennen, wenn sich niemand mehr um den Abfall kümmern würde.
--> a3, a5, b2
…kennt eine Interessengruppe mit seinen Zielen und Interessen.
--> c2, c5, e1, e6, g5, g6
…ist sich ihres eigenen Abfallverhaltens bewusst. Es weiss, wie man den Abfall „richtig“ entsorgt und kann Gründe angeben, weshalb die Abfalltrennung so bedeutsam ist.
--> a3, a4, d3, d4, d5
…ist in der Lage die Sicht der verschiedenen Interessegruppen zu übernehmen und anhand von konkreten Beispielen ihre Argumente zu begründen und nachzuvollziehen.
--> c2, c5, e1, e6, g5, g6
…erkennt die Wichtigkeit der Abfallentsorgung, indem es sich der Folgen bewusst ist, wenn sich niemand mehr um den Abfall kümmern würde.
--> a3, a4, d3, d4, d5
…ist sich bewusst, wie es die Abfallproduktion beeinflussen und reduzieren kann.
--> a3, d3, d4, d5
…ist fähig, dank dem erworbenen Wissen, Verbesserungsmöglichkeiten zu erarbeiten, diese kritisch zu überprüfen und schliesslich konkrete Umsetzungsmöglichkeiten zu präsentieren.
--> c4, c5, c6, d3, d4
2. Die Umsetzung welcher didaktischen Prinzipien wurde auf dem Plakat dokumentiert?
Visionsorientierung
Die Kinder zeichnen ihre eigenen Vorstellungen auf, wie es wäre, wenn sich niemand mehr um den Abfall kümmern würde. Sie setzen sich dabei sehr intensiv mit dem Thema auseinander und merken, was das Ganze für sie bedeuten würde.
Handlungs- und Reflexionsorientierung
Die Kinder sammeln auf ihrem Schulweg Abfall und achten dabei auf die Verteilung von Abfalleimern. Die Kinder sind also direkt betroffen. Danach wird im Plenum diskutiert, was herausgefunden wurde. So können die Kinder die Erfahrungen verknüpfen und vertiefen. Zum Schluss wird eine Exkursion in eine Abfallentsorgungsfirma besucht. Wir finden, diesen Abschluss als sehr sinnvoll.
Entdeckendes Lernen
Der Unterricht geht von einer für die Lernenden relevanten Fragestellung aus: „Was würde geschehen, wenn sich niemand mehr um den Abfall kümmern würde?
Dadurch, dass die Kinder den Abfall selber sammeln und sortieren, entdecken sie, dass es viele verschiedene Arten von Abfall gibt und was die Leute überhaupt einfach auf die Strasse werfen. Dass der Abfall auf unseren Strassen ein Problem ist und werden kann, entdecken sie auf diese Weise selbständig.
Bei der Exkursion haben die Kinder die Möglichkeit, weitere Entdeckungen zu machen.
Vernetzendes Lernen
Der Ablauf der Unterrichtseinheit steht in einem logischen Zusammenhang. Die Abfallproblematik wird aus verschiedenen Sichtweisen betrachtet und kann so miteinander vernetzt werden.
Zugänglichkeit
Das Thema wird sehr kindgerecht präsentiert. Die Kinder arbeiten auf dem Schulweg und dem Pausenplatz. Sie haben einen direkten Bezug dazu.
Partizipationsorientierung
Dieses Thema vermissen am ehesten. Aus dem Plakat kann es nicht herausgelesen werden. Wenn aber die Exkursion in die Firma gemeinsam mit der Lehrperson vorbereitet wird, wäre die Partizipationsorientierung auch erfüllt.
Montag, 7. April 2008
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