Montag, 18. Februar 2008

Nachhaltige Entwicklung in meinem alltäglichen Umfeld

Als moderne Frau und Heldin des Lebens strebe auch ich in meinem Umfeld nach Elementen nachhaltiger Entwicklung. Meinen Müll trenne ich vorbildlich: Alu, Glas, PET, Papier, Karton, Kompost, Müll und Sondermüll.
Beim Einkaufen achte ich darauf, dass die Verpackung auf ein Minimum begrenzt ist und möglichst recycelbar ist. Produkte aus der Gegend sind meine erste Wahl und bei Früchten und Gemüse kaufe ich das, was gerade Saison ist. Die Einkäufe bringe ich im Einkaufskorb nach Hause und nicht in der Plastiktüte.
Meine Blumen bekommen Wasser aus der Regentonne und das Badewasser wird oft noch von einer zweiten Person genutzt. Wenn ich gerade vom Wasser spreche: im Sommer wird bei uns zu Hause die Aufbereitung des warmen Wassers komplett durch Solarenergie gedeckt.
Weite Strecken fahre ich am liebsten mit dem Zug. So kann ich die Reisezeit dazu nutzen, mal wieder ein Buch zu lesen oder einfach nur auszuspannen (nachhaltige Nutzung der Zeit). Auch zur Schule fahre ich mit dem Zug.
Batterien werden grundsätzlich wieder aufgeladen und der letzte Rest in der Shampooflasche wird mit Wasser verdünnt ebenfalls verwendet.
Ja, dass tönt doch wirklich schon sehr gut, nicht wahr?
Doch ich gestehe, auch Heldinnen mögen es einfach und bequem. Leider stehen die Dinge die unser Leben so praktisch machen, nur selten im Dienste der nachhaltigen Entwicklung. So fallen zum Beispiel die programmierten Sender in der Stereoanlage heraus, wenn ich sie ganz vom Strom nehme. Das passiert nicht, wenn ich sie nur auf Standby schalte. Doch das wiederum verbraucht eigentlich eine menge unnötiger Energie.
Weil die Busverbindungen im Nahverkehr so schlecht sind, benutze ich lieber das Auto. Das spart Zeit und bringt mich trocken und warm (im Sommer schön gekühlt) von A nach B. In die Ferien nehme ich Gesichtsreinigungstücher zum Wegwerfen mit, weil die Flasche mit Gesichtswasser so viel Platz im Necessaire einnimmt.
So gibt es noch viele Beispiele für mein verschwenderisches Leben. Eigentlich wesentlich mehr, als gute Beispiele. Doch heben wir nicht alle gerne das hervor, was wir erfreuliches leisten und verstecken den ganzen Misst irgendwo in einem Schrank, den man möglichst nie öffnet? Ist das nicht das Problem, das die ganze Welt hat? Wir sind zu bequem um zu unseren Verfehlungen zu stehen und prahlen lieber mit unseren Vorzügen?
Doch ganz Hoffnungslos sehe ich die Situation nicht. Wir reden doch hier von nachhaltiger Entwicklung. Entwickeln heisst, durch das Wirken bestimmter Kräfte allmählich entstehen, sich herausbilden. Nachhaltig bedeutet, für längere Zeit, anhaltend.
Lasst unser Wunsch nach Vorzeigetaten die Kraft sein, die die Welt allmählich bessert. Und lasst uns hoffen, dass dieser Wunsch nachhaltig ist.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wie ich sehe, wird auch in eurem Haushalt schon viel grundlegendes für die Umwelt getan. Es zeigt sich, dass dies einfach die Grundvoraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung sind. Diese kleinen Schritte ermöglichen uns, auch grössere Taten zu vollbringen. Jetzt geht es darum, andere Leute auch zu animieren und von diesen Grundgedanken zu überzeugen.
Klar gibt es auch Dinge, auf die man nicht verzichten möchte. Ich finde, dies soll man sich auch gönnen. So lange es im vernünftigen Rahem bleibt, stellt es auch kein riesiges Problem dar.

Michèle Hasler

Anonym hat gesagt…

Wir werden immer wieder Taten vollbringen, von denen wir genau wissen, dass sie schädlich für die Umwelt sind und nicht zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Und trotzdem werden wir sie tun, denn manchmal geht es einfach nicht anders, auch wenn wir wollten… Du schreibst zum Beispiel von den schlechten Busverbindungen im Nahverkehr. Ich kann dich voll und ganz verstehen, denn diese sind wirklich mühsam. Wie sollst du auch um zwei Uhr nachts noch nach Hause kommen? Verständlich, dass du da zum Autoschlüssel greifst.
Wann immer es aber möglich ist, etwas für die Umwelt zu tun, sollten wir alle es machen und handeln.

Marina Bärtsch, 05Gf

Hanswurscht hat gesagt…

Hey du Obersotzi..Du bist mein Held. Es gibt wohl wenige Personen, die sich so stark für die Umwelt engagieren. Dass du sogar das Badewasser zweimal benutzt, hat mich sehr beeindruckt. Aber in Sachen Verpackung (beim Einkaufen) könntest du dich noch verbessern. Warum packst du nicht einfach die Nahrungsmittel bereits im Supermarkt aus. Ich denke da an die Wiederverwendung von Verpackungspapier.
Eine weitere sehr innovative Idee wäre, dass du keinesfalls mehr geschminkte Personen so sehr zum Lachen bringst, dass sie zu weinen beginnen. Dies hat zur Folge, dass die Schmunke (dieses Wort habe ich gerade von dir gelernt) gerne verschminkt…ein unnötiger Ressourcenverschleiss, der gar nicht als heldenhaft bezeichnet werden kann.