Dienstag, 26. Februar 2008

Nachhaltige Entwicklung in den Medien – Taten statt Worte

So! Eine Woche in meinem Heldendasein ist vorüber. Es ist nichts erwähnenswertes passiert, ausser dass mir Berichte über Nachhaltigkeit verstärkt aufgefallen sind, passend zu unserer neuen Aufgabe.

9 Tonnen CO2 – Ausstoss pro Kopf und Jahr in der Schweiz!!!

Auf dieses Thema wurde die Schweizer Bevölkerung gestern nicht nur einmal aufmerksam gemacht. Zum einen vom Radiosender DRS 3 und zum anderen vom Schweizer Fernsehen in der Sendung „10 vor 10“.
Doch diese 9 Tonnen CO2 sind sehr viel zu viel! Das Ziel wäre, diesen Ausstoss auf eine Tonne pro Kopf und Jahr zu verringern. Ich denke, wenn uns Schweizern dies gelingt, können wir wirklich von Heldentaten sprechen! Los geht’s! Seid ihr CO2 – Reduktionshelden und –heldinnen? Und … > gemeinsam geht’s flotter. (Da wären wir beim sozialen Aspekt des NachhaltigkeitsdreieckesJ)


Einen weiteren Beitrag habe ich in der Coopzeitung gefunden. Dort wird die Vision „Coop will CO2-neutral werden“ beschrieben. Es geht darum, dass der Grossverteiler in den nächsten 15 Jahren so viel CO2 einsparen und kompensieren will, bis sie eine ausgeglichene CO2-Bilanz präsentieren können. Der Fokus dabei liegt auf allen Verkaufsstellen und Verteilzentren, dem eigenen Transportbereich, allen Produktionsbetrieben, sowie auf den Verwaltungseinheiten. Ein Beispiel ist folgendes: Neue Verkaufsstellen werden nur noch nach Minergie-Kriterien gebaut. Die Kriterien beziehen sich auf die Gebäudeisolation, die gewerbliche Kälte, die Wärmeerzeugung, die Beleuchtung und auf das Lufterneuerungssystem. Kurz gesagt: solche Gebäude sind besonders umweltfreundlich und energiesparend.

Heldentaten? Oder stecken dahinter nur Maulhelden? Mir ist bewusst, dass hinter Berichten dieser Art auch Eigenwerbung steckt. Trotzdem…Ich finde es wichtig, dass Grossbetriebe solche Schritte wagen und ihre Ziele auch kund tun. Denn sie stehen jeden Tag in der Öffentlichkeit und erreichen auf diese Weise viele Personen. Im besten Fall werden dadurch weitere Leute ermuntert, selber auch etwas für die Nachhaltigkeit zu tun. Als Heldin der Ökonomie bin ich von solchen Taten natürlich überaus begeistert und fordere auch andere Unternehmen auf, ähnliches zu vollbringen. Es ist schön, Taten zu sehen und nicht nur Worte zu hören.

Das wärs von meiner Seite. Ich werde mich bemühen, meine Augen und Ohren weiterhin in den Genuss des Thema Nachhaltigkeit zu bringen.

Moment, fast hätte ich vergessen, euch zu berichten, wie heldenhaft ich mich aus meiner Zwickmühle mit der Sparlampe befreit habe. Gleich am nächsten Tag habe ich nämlich zwei Stück gekauft, obwohl eine davon 11 Franken kostete und eine normale „nur“ 4 Franken gewesen wäre. Doch der (über)freundliche Herr am Verkaufstisch hat mir 20 Prozent Rabatt gewährt. Ich weiss nicht, ob es daran liegt, dass ich über den Preis gejammert habe wie oder ob der Verkäufer einfach einen guten Tag hatte.

4 Kommentare:

Vandon hat gesagt…

Hallo
Hast doch etwas in Erfahrung gebracht über Coop. Der Maulhelden-These stimme ich dir vollumfänglich zu. Ich meine es ist ja schön und gut, wenn sich Grosskonzerne bemühen den eigenen Energieverbrauch möglichst CO2-neutral gestalten. Was ich mich einfach frage ist: Inwiefern ist es eine CO2-neutrale Angelegenheit, wenn Krachsalate im Dezember aus Spanien importiert werden. Dort wachsen sie in Gewächshäusern. Über die Handels- und Vertriebswege, die Logistik, Lagerung, etc, welche ein spanischer Kopfsalat zurücklegt möchte ich gar nicht sprechen. Bleiben wir doch lieber bei den CO2-Nettigkeiten: Coop baut stattdessen neue Verkaufsstellen nach Minergiestandart - wen interessiert's woher der Kopfsalat kommt.

"Image ist alles."

Anonym hat gesagt…

Ja, Coop tut etwas gegen den CO2-Aussstoss, die Migros tut etwas gegen den CO2-Aussstoss! Alle tun etwas gegen den CO2-Aussstoss. Ich denke wir müssten diese Thematik in 3 Jahren nochmals anschauen und begutäugen, was denn Coop und Migros in diesen 3 Jahren alles geleistet haben. Ich finde es lobenswert, dass sie sich dafür einsetzen (wir müssen etwas tun!) Ich denke aber im Moment hat noch sehr viel mit Eigenwerbung zu tun.
Schauen wir in einigen Jahren nochmals, ob es wirkliche Heldentaten waren, oder ob die Maulhelden das Maul zu voll nahmen.

Anonym hat gesagt…

Auch ich habe den Artikel „Coop will CO2-neutral werden“ in der Coopzeitung gelesen. Mein erster Gedanke war: „Das Gleiche habe ich doch letzte Woche schon in der Migroszeitung gelesen. Coop will also nachziehen...“ Die beiden Grossverteiler wollen sich in nichts nachstehen. In diesem Fall finde ich es super. Ich meine, es ist ja egal, ob jetzt Migros oder Coop zuerst begonnen hat, etwas für die Umwelt zu tun. Hauptsache sie tun etwas! Und wenn jetzt noch andere Supermärkte und Geschäfte nachziehen, dann ist das noch besser. Je mehr Leute dadurch auf das Thema Klimaschutz aufmerksam gemacht werden, umso mehr Menschen werden sich hoffentlich Gedanken darüber machen und anfangen, nachhaltig zu handeln.

Marina Bärtsch, LG 05Gf

Pippolder hat gesagt…

Ja, solche Artikel in den Medien fallen mir auch immer mehr auf seit wir dieses Modul belegen. Was zum einen zeigt, dass man sich wirklich damit auseinander setzt, aber mit der Zeit fühlt man sich fast etwas verfolgt.
Aber du hast recht, diese Verkaufsstellen wie Coop oder Migros stehen in der Öffentlichkeit und ihr Engagement kann den Rest der Bevölkerung anspornen, es ihnen gleich zu tun. Nur leider sehen es nicht alle ein. Auch bei mir zuhause habe ich schon versucht zu diskutieren. Aber man hat nur abgewunken und gesagt, das sei doch reine Geldmacherei etc etc... Das war schon sehr eschreckend. Deshalb hoffe ich, dass vielen Menschen durch die vielen Beispiele der grossen Betriebe die Augen geöffnet werden!!