Gerade haben in meinem Zimmer zwei Glühbirnen ihren Geist aufgegeben und eine weitere flackert vor sich hin. Es ist also höchste Zeit, mir drei neue Glühbirnen zu besorgen. Ich ziehe in Betracht, Stromsparlampen zu kaufen. Doch wie ist das mit dem grösseren Smog? Muss ich mir sorgen machen oder ist es kein relevanter Unterschied? Ich werde mich aus dieser Zwickmühle natürlich heldenhaft befreien.
Ich denke, in unserem Haushalt werden bereits die grundlegenden (Helden)taten für die Umwelt getan. Hier nur ein paar Beispiele. Ich verzichte darauf, euch mit allem was wir tun zu langweilen, denn ihr tut dies ja sicherlich auch und wisst wovon ich spreche.
Wir trennen zum Beispiel Karton, Altpapier und „normalen“ Müll voneinander. Weiter werden Glas, Pet, Batterien und Kompost separat getrennt. Ausserdem wird darauf geachtet, das Wasser nicht unnötig laufen zu lassen und die Wäsche wird nicht zu heiss gewaschen. Das heisst, höchstens 60 Grad. Und dies nur mit äusserst schmutziger Kleidung. Weiter wird statt einer Pfanne wird ein Wasserkocher benutzt. So wird nämlich etwa 50 Prozent der Energie gespart.
Das ist ja alles schön und gut. Nun wäre es aber toll, wenn andere Leute dies auch handhaben würden. Zuerst muss doch in jedem Haushalt „gekehrt“ werden, bevor man die richtig grossen Dinge in Angriff nimmt. Doch wie bringe ich meinen Mitmenschen bei, dass dies wirklich wichtig wäre? Ich habe manchmal das Gefühl, solche grundlegenden Sachen werden aus Bequemlichkeit missachtet. Der Wille wäre vielleicht schon da, aber es scheitert an der Disziplin.
Zurück zu den „richtig grossen Dingen“. Gehe ich nicht auch gerne in die Ferien? Wenn möglich recht weit weg? Mit dem Flugzeug? Na klar! Und ich möchte es auch nicht missen. Dass man es fast nicht bezahlen kann ist etwas anderes.
Oder wenn es darum geht, in der Umgebung etwas zu besorgen. Soll ich das Auto nehmen? Leider ja! Anlässlich der überhaupt nicht heldenhaften Verbindungen der öffentlichen Verkehrsmittel ins herrliche Rheintal ist man schon fast darauf angewiesen, um wenigstens ein wenig von der kurzen Zeit zu sparen, die uns zur Verfügung steht.
Ihr seht, es braucht noch viel mehr heldenhafte Heldentätigkeiten, damit sich unsere Zukunft wirklich nachhaltig entwickelt.
Dienstag, 19. Februar 2008
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4 Kommentare:
Eine nachhaltige Entwicklung beginnt mit kleinen Heldentaten! Es wird oft gesagt, dass eine einzelne Person nicht viel gegen den Klimawandel und ähnliche Dinge unternehmen kann. Ein erster Schritt in Richtung Besserung beginnt jedoch mit kleinen Taten. Auch kleine Heldentaten können wirksam sein.(und sind es auch!) Deshalb denke ich, dass wir auch etwas stolz auf unsere Taten sein können. Und in drei Jahren 1 x ein Flugzeug benutzen...jede/r darf einmal sündigen:)
Ich stimme Melanie zu, solange man nicht dauernd mit dem Flugzeug durch die Welt jettet, ist es durchaus gerechtfertigt auch einmal mit dem Flieger zu verreisen. Doch besonders im Bereich Auto fahren könntes du vielleicht noch etwas sparen. Wie wäre es einfach einmal mit dem Velo unterwegs zu gehen? Das ist gesund für deine Umwelt und für dich ;)! Sport hält fit! Vielleicht werde ich in der nächsten Zeit auch zur Schule radeln, anstatt immer mit dem Auto zu gehen! Damit ich dir ein gutes Vorbild abgeben kann!
Ich finde es super, was ihr in eurem Haushalt alles macht für eine nachhaltige Zukunft. Bei vielen habe ich gelesen, dass all dies nur normal sei, aber da bin ich nicht so sicher, ob das stimmt. Ich kenne viele Familien, die nicht viel von Abfalltrennung halten und ihren Müll irgendwo im Garten verbrennen. Auch wenn wir das Gefühl haben, nicht sonderlich viel für die Umwelt zu tun, ist es immerhin ein Anfang. Wie Meli schon erwähnt hat, beginnen grosse Taten im Kleinen!!! Also weiter machen mit den kleinen Heldentaten!
Ich stimme absolut mit dir überein, was die kleinen Dinge betrifft. Für eine NE denke ich, sollte es auch wirklich einmal zu einer Selbstverständlichkeit werden. Abfalltrennen, Wasser und Strom sparen. Diese Dinge sollten leicht von der Hand gehen und gar keine grossen Überlegungen mehr erfordern.
Zudem bin ich der Meinung, dass wir uns, wenn wir alle bei den kleinen Dingen darauf achten, auch mehr grössere Aktionen (wie ohne schlechtes Gewissen mit dem Flugzeug verreisen) erlauben können, ohne dass jemand oder etwas zu schaden kommt.. Die Menge machts aus, und wenn wir an anderen Orten reduzieren, warum sich nicht auch einmal Luxus gönnen, um wieder Energie zu tanken und frisch fröhlich so sorgsam wie möglich zu leben.. Die Gedanken der NE sollten nicht unseren Alltag bestimmen, sondern ein selbstverständlicher Teil unseres Alltages werden...
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