In dieser Woche ist mir zum ersten Mal richtig aufgefallen, wie man ohne wirklich zu suchen, eben doch nach einem bestimmten Thema Ausschau halten kann. Und da kam plötzlich die Frage auf: Ist das Nachhaltigkeitsthema jetzt wirklich so gross in den Medien oder fällt mir das jetzt nur auf? Das kann ich im Moment nicht beantworten, möchte hier aber zwei kurze Artikel erwähnen, die ich diese Woche gefunden habe.
Zum ersten habe ich im Migros-Magazin einen Werbeartikel mit dem Titel "Bügel fürs Gewissen" gefunden. Die Migros wirbt für Kleiderbügel aus FSC-Buchenholz. Das FSC-Zeichen garantiert "sozialverträgliche, umweltgerechte und nachhaltige Wirtschaft".
Da sage ich nur: Das ist ja alles gut und recht! Super, dass sich die Migros für die Umwelt einsetzt. Aber bevor jetzt alle in die Migros stürmen, denkt einmal noch an die alten Kleiderbügel. Was ist für die Umwelt nützlicher? Wenn wir tonnenweise FSC-Kleiderbügel kaufen und die alten Plastikbügel in den Müll werfen, oder wenn wir die alten Bügel einfach noch ein paar Jahre länger im Schrank hängen lassen, ohne damit Abfall zu produzieren? Da sage ich nur, denkt immer noch ein bisschen weiter! Wer aber neue Kleiderbügel braucht und ein bisschen auf die Umwelt achtet, der soll natürlich umweltfreundliche Bügel kaufen, das würde ich wohl genau so machen!
Den zweiten Artikel habe ich heute im Sarganserländer entdeckt. Anlass für diesen Artikel ist der morgige 29. Februar. Titel: "Der 29. Februar als ein Ferientag für die Umwelt" Der National Trust gibt seinen Angestellten frei, im Gegenzug sollen sie aber etwas für die Umwelt tun. So wird beschrieben, dass man einen Baum pflanzen, eine Energiesparlampe einschrauben, ein Fenster abdichten oder anderes tun könnte. Die Angestellten müssen dazu im Nachinein einen Bericht abgeben. Das tönt gut und würde mich sehr freuen, wenn das bei uns auch so wäre! Ich hätte da aber einen Vorschlag, um das Ganze noch effizienter zu gestalten: Dies sollte nicht auf Freiwilligkeit basieren, denn wer nichts macht, bekommt einen freien Tag und muss nicht mit Sanktionen rechnen. Und natürlich sollten diese Ferientage für die Umwelt nicht nur am 29. Februar in England sein, sondern viel viel öfter (mindestens einer pro Woche) und am besten gleich auf der ganzen Welt. Und nun noch im Ernst, darüber nachzudenken finde ich gar keine schlechte Idee. Im Artikel steht noch folgender Satz, der absolut zum Nachdenken anregt: "Es gibt 29 Millionen Arbeitnehmer in Grossbritannien, wenn nur eine Million eine Energiesparlampe installieren und das Thermostat um ein Grad herunterdrehen, senken wir den Kohlendioxid-Ausstoss um 351 000 Tonnen".
So weit ich das beurteilen kann, sind in beiden Artikeln alle drei Elemente des Nachhaltigkeitsdreieck integriert. Und man sieht es noch einmal, vorallem der Artikel zum 29. Februar zeigt es: Das Kleine macht das Grosse aus!
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1 Kommentar:
Es war sehr spannend deinen Post zu lesen! Ich bin auch der Meinung,dass es auf die kleinen Dinge ankommt,und auch,dass es nicht nur freiwillig sein sollte. Vielleicht sollte man die Erwachsenen, wie wir es zum Teil mit den Kindern tun, mit einer Belohnung "locken"..
Ich denke,wir wissen mittlerweile recht gut bescheid,was wir alles machen könnten.Aber es ist einfach schwierig und anstrengend diese Dinge einzuhalten,wenn viele Menschen im eigenen Umfeld dagegen steuern und gar nichts tun. Aber auch hier gilt: es braucht so viel Geduld und Ausdauervermögen!! Aber dies muss unsere Generation haben und etwas zu bewirken!
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