Sonntag, 30. März 2008

Sonne! Endlich wieder warme Sonne! Das hat auch der Schmetterling in unserem Wintergarten gemerkt. Er hat beschlossen, dass er genug Zeit als Puppe verbracht hat und nun schlüpfen wird. Ich nehme darum das Glas mit der halb offenen Puppe auf den Balkon und beobachte, wie sich der Schmetterling aus seiner Hülle müht.
Auch unsere Katze hat gemerkt, dass sich im Glas etwas tut. Sie setzt sich neben mich und schaut interessiert zu. In meinen Augen etwas zu interessiert. Darum beschliesse ich, die Katze etwas abzulenken. Mit der Hilfe eines dünnen Astes kann ich sie vom Glas weg locken und ich tobe so lange mit ihr durch den Garten, bis sie keine Lust mehr hat und sich gemütlich auf einen grossen Stein legt.
Als ich zurück beim Schmetterlingsglas bin, ist der Sommervogel nicht mehr drinnen. Ich schaue mich um und entdecke ihn auf dem Boden. Seine Flügel sind noch ganz zerknautscht und er kann noch nicht richtig fliegen. Ich halte ihm meinen Finger hin und der Schmetterling steigt darauf. An seinem Flügelmuster erkenne ich, dass es ein Schwalbenschwanz ist.
Nun sitze ich also da mit einem Schmetterling auf meinem rechten Zeigefinger. Ich beschliesse, etwas Vitamin D zu tanken. Die Augen geschlossen sitze ich auf der Gartenbank und spüre die Sonne auf der Haut. Über mir im Baum beginnt es plötzlich laut zu zwitschern. Neugierig öffne ich meine Augen wieder und sehe ein Amselpärchen in der Baumkrone. Ob sie wohl schon dabei sind, ein Nest zu bauen?
In der Natur gibt es so viel zu sehen und zu erleben. Ich erhole mich gerne in der Natur. Meinen Akku lade ich mit der Sonne auf oder auch beim Betrachten der Natur.
Leider fehlt oft die Zeit, um sich genügend in der Natur auf zu halten.

Donnerstag, 27. März 2008

Meine Beziehung zur Natur

Am Ostermontag ging ich wieder einmal mit meiner Mutter spazieren. Wir wählten eine altbekannte Route in unserem Dorf, welche ins nächste Dorf führt. Dabei mussten wir über den sogenannten „Rappägugg“, etwas weg vom Dorf in die Höhe und dann im Nachbardorf wieder runter. In der Ebene gingen wir zurück und wieder nach Hause. Über den „Rappägugg“ zu gehen, bedeutet bei uns nicht einen „normalen“ Spaziergang zu machen, sondern sich etwas mehr Zeit zu nehmen und die Natur etwas intensiver zu geniessen.
Am Ostermontag hatte es in unserer Region einen leichten Hauch Schnee und doch blühte wegen der warmen Tage vor dem Schnee schon recht viel. Eigentlich ist es unglaublich, wie schön die Natur die Landschaft gestalten kann. Ich entdeckte zwar nur noch einzelne Schneeglöckchen, aber dafür umso mehr Krokusse, die sich zwischen den Schneeflecken in die Höhe streckten. Ausserdem entdeckte ich schon an vielen Sträuchern Knospen und zum Teil schon ein leichtes Grün, das da hervorschaute.
Die Natur so erwachen zu sehen, obwohl es noch Schnee hat, zeigt mir auf, wie stark sie ist. Jedes Frühjahr erwacht sie von Neuem und blüht fast noch schöner auf als zuvor. Sie ist unser Zuhause, in ihr und mit ihr leben wir. Und da kommt mir jetzt etwas in den Sinn, das ich da unbedingt noch einfügen möchte:
Gerade vor ein paar Tagen, habe ich folgende Aussage eines Jungen gelesen: Ich bin so froh, dass ich in der Stadt lebe. Auf dem Land ist es doch so langweilig, man braucht nur schon Stunden um ins Kino zu gehen oder die grossen Einkaufszentren zu erreichen. In der Stadt ist immer etwas los und alles ist in der Nähe.
Da kann ich nur sagen, dass dies ein armer Junge ist. Dieses Kind hat keine Ahnung von der Natur und was man in der Natur alles spielen kann. Mit ihr kann man nämlich die grössten Abenteuer erleben. Als ich mit meiner Mutter über den „Rappägugg“ wanderte, kam mir wieder in Sinn, wie wir dort beim Bach früher als Kinder gespielt haben. Heute spiele ich zwar nicht mehr, aber ich kann die Zeit dort immer noch so gut vergessen, wie damals. In dem Moment dachte ich nur, dass dies alles diesem Jungen fern ist und wohl auch bleibt.
Mir ist die Natur unglaublich wichtig, ich habe zum Beispiel Mühe, mir vorzustellen in einer Stadt zu wohnen. Direkt vor der Haustür schon in der Natur stehen und sie dann einfach nur geniessen, das ist unter anderem Stress abbauen, für mich jedenfalls. Wie oben schon erwähnt, ist diese Natur, die mir so viel Ruhe gibt, sehr stark (im Beispiel, wie sie jedes Jahr von Neuem wieder erwacht), davon darf man sich aber auf keinen Fall täuschen lassen. Denn ich glaube immer mehr daran, dass wir Menschen Gift und im schlimmsten Fall den Tod für die Natur bedeuten.

Mittwoch, 26. März 2008

Spaziergang im Wald

Heute Morgen schnappte ich mir unseren Hund und ging mit ihm spazieren. Über Nacht hatte es wieder geschneit und deshalb war am Morgen alles weiss. Dies schreckte mich aber nicht davon ab, mit Gino in den Wald zu gehen, denn wir wohnen gerade am Waldrand. Im Wald herrschte eine eindrückliche Stimmung. Grösstenteils war es sehr still. Aber ab und zu hörte ich Vögel zwitschern. Wie ihnen wohl der Schnee im Frühling gefällt? Ich schritt über noch unbetretene Waldwege und Wiesen und genoss das Spazieren im Wald sehr. Auch meinem Hund gefiel es. Jedes Mal wenn er im Schnee ist, legt er sich in den Schnee und dreht sich auf dem Rücken hin und her. Er geniesst sozusagen eine Schneemassage. Doch viele Male konnte er das diesen Winter noch nicht machen. Wird es jetzt wohl immer so sein, dass der Schnee erst im Frühling kommt? Oder ist es einfach eine Laune der Natur? Wenn ich zurückdenke, dann hatte die Natur in letzter Zeit immer mehr „Launen“. Stürme, heftige Regenfälle, später Schnee, heisse Sommer, usw…
Was bedeutet es mir, dass ich ein Teil der grossen Natur bin? Es bedeutet mir eigentlich ziemlich viel, denn ich bin mit der Natur gross geworden. Meine Eltern haben uns Kinder immer wieder in die Natur mitgenommen und sie uns schätzen gelehrt. Ich stelle mir aber schon die Frage, wie lange ich noch Teil dieser schönen Natur sein kann? Immer mehr Wälder werden abgeholzt, freie Flächen bebaut. Stück für Stück geht die Natur zurück. Am Ende meines Spaziergangs kam ich auch an Häusern vorbei, die vor 10 Jahren noch nicht da waren. Für die wieder ein Teil der Natur Platz machen musste…

Dienstag, 25. März 2008

Sich der Natur anpassen

Obwohl ich beim Snowboarden die Natur nicht für mich alleine geniessen kann, treibt es mich immer wieder in die Berge, um meine Leidenschaft ausüben zu können. Ich brauche diesen Ausgleich, um nach einer strengen Woche wieder Energie tanken zu können. Dabei geniesse ich nicht nur die schönen Abfahrten, sondern auch die faszinierende Landschaft. Es ist eindrücklich, wie die mächtigen Berge über die Täler ragen. Und ich bin nur ein kleiner Teil zwischen dieser Bergwelt.

Immer wieder mache ist Stopps, um die Aussicht zu geniessen und mich von den wärmenden Sonnenstrahlen blenden zu lassen. Zwischendurch wird die Ruhe um mich von Stimmen anderer Leute gestört. Doch dies finde ich nicht weiter schlimm. Hauptsache, ich bin an der frischen Luft und kann das geniessen, was ich gerne mache. Ja, es war wirklich schön. Und ich könnte solch ein Erlebnis heute wieder haben, müsste ich nicht diesen Blogeintrag schreiben und anderen Pflichten nachgehen.

Ich fand diesen Auftrag nicht sehr gewinnbringend, da ich denke, viele von uns halten sich oft in der Natur auf und wissen sie auch zu schätzen. Trotzdem möchte ich erwähnen, was es mir bedeutet, Teil dieser Natur zu sein.

Grundsätzlich sehe ich mich als Teil der Natur. Doch muss man auch sehen, dass wir als Teil der Natur nicht viel mitzubestimmen haben. Vieles was wir machen, ist von den Launen der Natur abhängig. Je nach Wetterverhältnissen kann ich bestimmen, was genau ich draussen unternehmen werde. Regnet es, ist meine Route ein wenig kürzer. Scheint die Sonne, kann ich für längere Zeit draussen sein. Ist die Lawinengefahr hoch, überlege ich mir zweimal, ob ich wirklich mit den Schneeschuhen einen Berg erklimmen will, oder doch lieber auf der sicheren Piste fahre. Weiter komme ich zur Kleiderwahl. Auch dort muss ich mich der Natur anpassen.

Donnerstag, 13. März 2008

Lieber Otto Herz,

Ich habe ihrem Artikel „Agenda 21 und globale Partnerschaft – Elemente der Entwicklung von Schulen“ gelesen und habe mir dazu so meine Gedanken gemacht.
Sie müssen wissen, wir haben an unserer Hochschule ein Modul zum Thema Nachhaltigkeit und werden seit Beginn des Semesters dazu gezwungen uns Gedanken darüber zu machen, wie wir die Welt retten könnten. Sie bilden uns aus zu Heldinnen und Helden der Nachhaltigkeit.

Ihr Artikel war ein Hinweis unserer Dozenten. Er sollte uns zeigen, wie man das auch in unserem zukünftigen Berufsfeld angehen könnte. All zu viel Neues konnte ich in ihrem Bericht leider nicht finden. Viele Ideen und Methoden haben wir im verlaufe unserer Ausbildung schon kennen gelernt oder schon davon gehört. Es gab allerdings eine Idee, die mir so noch nicht gekommen war. Schüler und Schülerinnen die als Experten für ein Agenda 21 Thema ihr Wissen an ein breites Publikum bringen. Mir schwebt da so etwas wie ein Workshop für Erwachsene vor, bei dem sie von Kindern über interessante Themen informiert werden. Nicht nur Eltern, Groseltern und Paten. Nein, das ganze Dorf, die ganze Gegend wird eingeladen!
Aber das ist vorläufig nur eine Vision von mir. Vielleicht versuche ich das irgendwann mal als Schulhausprojekt zu organisieren.

Unsere Dozenten stellten uns auch die Frage, was wir als erstes in unserem Berufsfeld umsetzen möchten. Da muss ich ganz klar sagen: keine Ahnung! Ich weiss noch nicht, welche Stufe ich unterrichten werde, habe keinen Schimmer wo das sein wird und mit welchen Leuten ich im Team sein werde.
Daher verspreche ich nur, dass ich sicher Themen aus der Agenda 21 in meinem Klassenzimmer besprechen werde und meine Schüler besten Wissens zu Menschen erziehen möchte, die auf ihre Umwelt achten. Ich werde versuchen sie für heikle Themen zu interessieren und ein gutes Vorbild zu sein.

Ich dachte, das könnte sie vielleicht interessieren.
Ich verbleibe mit freundlichen Grüssen

eine Heldin

Mittwoch, 12. März 2008

Agenda 21

Die Thematik, wie Otto Herz sie in seinem Artikel beschreibt, finde ich absolut lobenswert. Jeder von uns weiss, dass man die Umwelt schonen, ja nicht nur schonen sondern schützen muss, und doch tut keiner so viel, dass es genügt (so scheint es mir jedenfalls). Er beschreibt schön, dass man auch schon die Kinder sensibilisieren muss, denn sie sind ja auch die Zukunft unserer Welt. Und darum müssen die Schulen eine Bildung für nachhaltige Entwicklung bieten.
Otto Herz beschreibt in seinem Artikel viele Aspekte, die berücksichtigt werden sollen. So geht dies quer vom fachlichen Lernen im Fachunterricht bis zu internationaler Kommunikation und Kooperation. Wie oben schon gesagt, finde ich es lobenswert, wenn dieses ganze Spektrum, das er umschreibt, umgesetzt werden kann. Aber genau an diesem Punkt hätte ich auch Bedenken. Für mich tauchen Fragen auf, wie "Wird dieses Thema den Kindern nicht irgendwann z viel?" oder "Werden die Kinder bei so einem grossen Spektrum, das immer wieder das gleiche Thema anspricht, nicht "immunisiert"?" Ich glaube an die Aussage "wenig aber gründlich". Dieser Artikel verleiht mir etwas den Eindruck, dass immer nur über das Thema Nachhaltigkeit gesprochen wird und dass sich alles nur um dieses Thema dreht. Vielleicht täuscht es mich auch, aber nur schon beim Durchlesen, hatte ich das Gefühl, dass jedes bisschen mehr Strom, das ich brauche verurteilt werden sollte... Aber genug der Kritik, wie würde ich es denn machen?
Gute Frage... Wie schon beschrieben hat Otto Herz eine Liste von dieser Schule in Holsterhausen erwähnt, in denen die Felder ihres Handelns als Agenda-Schule aufgezählt werden. Ich persönlich werde das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz auf alle Fälle in den Fachunterricht integrieren. Und zwar vor allem als ein grosses Thema, das aber wieder abgeschlossen wird. Natürlich wird die Umweltschutzfrage immer wieder auftauchen und entsprechend behandelt, sie soll aber bei mir nicht immer (künstlich) im Mittelpunkt stehen. Hinzu kommt, dass ich auf jeden Fall vorbildlich handeln will und werde. Denn ich bin davon überzeugt, dass Kinder auch ohne das Ansprechen eines Themas dazulernen, eben durch Vorbilder.
Der zweite Punkt, der in dieser Liste vorkommt, ist das fächerverbindende, fächerübergreifende Lernen. Dies werde ich sowieso versuchen, umzusetzen, ob das Thema nun direkt mit Umweltschutz zu tun hat oder nicht. Vor allem finde ich aber wichtig, ein Thema aus den verschiedenen Sichtweisen zu betrachten, was auch bei der Nachhaltigkeitsthematik äusserst wichtig ist.
Die weiteren Punkte, die beschrieben werden, kann ich als alleinige Lehrperson nicht umsetzen, da braucht es meiner Meinung nach das ganze Team im Schulhaus. Und dies ist sicher auch eine Vision von sehr vielen Lehrpersonen: Eine Agenda-Schule zu sein, hinter der das ganze Team steht; das wärs!!!

Heldenvirus - viele Schulen sind schon betroffen

So könnte schon bald eine Überschrift in einer Zeitung lauten.

Otto Herz hat immer wieder erwähnt, wie wichtig es sei, dass möglichst viele Schulen die „Agenda 21“ in ihren Unterricht einbeziehen. Diese Meinung kann ich nur teilen, denn wo sonst erreichen wir so viele Kinder auf einmal? Denn unsere Kinder sind es, die ihr Wissen in die Welt hinaus tragen und später weitergeben.

Ich kann mir auch vorstellen, dass eine Schule in einer Region mit diesem Thema an die Öffentlichkeit geht und so andere Schulen zur Nachahmung ermuntert. Eine Art Virus könnte entstehen. Nennen wir es mal „Heldenvirus“.

Um dieses „Heldenvirus“ in Gang zu setzen, komme ich nun zu meinen konkreten Vorstellungen für den Einbezug der „Agenda 21“ in den Unterricht. Es soll von Bedeutung sein, sich im Allgemeinen Schulalltag nachhaltig zu verhalten. Hier ein paar wenige Beispiele:


- eine Altpapiersammlung einrichten, Karton separat entsorgen
- kein unnötiger Papierverschleiss: Arbeitsblätter vor- und rückseitig bedrucken, evtl. für eine Wiederverwendung laminieren
- Werkunterricht: geeignetes Holz einkaufen
- Licht während der Pause löschen
- Im Winter die Rollläden über Nacht herunterlassen

Dies sind „kleine“ Dinge, haben aber eine grosse Wirkung.
Gemeinsam mit den Kindern könnte man nun die eigene Schule auf ihre Nachhaltigkeit untersuchen. Mit den Kleinen beginnt dies im Schulzimmer (wie oben genannt) und mit den Grösseren kann das bis aufs Dach, zu den Solaranlagen gehen. Die Ergebnisse könnten dann in die Öffentlichkeit gebracht werden. Und wenn alles gut läuft, werden nun andere Schulen vom „Heldenvirus“ befallen.

Weiter finde ich die Idee der Themenkisten sehr interessant. Themen wie „Un/Gerechtigkeit“, „Wasser“ oder „Weg der Banane / Schokolade …“ lassen sich damit gut umsetzen. Sinnvoll ist so eine Themenkiste vor allem, wenn verschiedene Klassenlehrpersonen in der Herstellung, welche natürlich sehr nachhaltig geschieht, zusammen arbeiten. Warum nicht auch hier mal mit anderen LehrerInnen aus andern Schulgemeinden Kontakt aufnehmen?

Für den Moment sind das meine Vorstellungen, die ich später beachten will. Ich denke, allgemein gesehen ist es vor allem wichtig, dass die „Agenda 21“ wenn möglich immer in den Alltag einbezogen wird, so dass die Kinder auf dieses Thema sensibilisiert werden. Und wer weiss, vielleicht entwickelt sich ein „Heldenvirus“. :-)

Montag, 10. März 2008

Agenda 21 und Unterricht

Eigentlich habe ich mir von diesem Artikel mehr erhofft. Ich habe erwartet, dass mehr konkretere Beispiel für die Umsetzung im Unterricht thematisiert werden. Dem war aber leider nicht so... Immerhin kamen mir aber während des Lesens einige Ideen, wie ich das Thema in meinem Unterricht angehen kann. Ich werde sicherlich zuerst einmal mit dem Thema Abfall beginnen, denn dieses ist sehr realitätsnah für die Kinder. Den Unterricht werde ich möglichst handlungsorientiert gestalten. Das heisst zum Beispiel, dass die Schüler und Schülerinnen eigenhändig Abfall trennen werden und nicht alles einfach nur theoretisch lernen. Anhand dieses Themas lernen die Kinder, dass auch sie etwas für die Umwelt tun können.
Mit älteren Schülern und Schülerinnen würde ich das Thema erneuerbare Energien behandeln. Denn wie Otto Herz schreibt, erreichen wir nur in der Schule ALLE Kinder und Jugendliche auf einmal. Diese Chance möchte ich nutzen und den Kindern so viel wie möglich über erneuerbare Energien mitgeben. Denn wer weiss, vielleicht (oder hoffentlich) bin ich erfolgreich und die Kinder werden als Erwachsene daran zurückdenken und möglicherweise ein Haus bauen, das zum Beispiel die Sonnenergie nutzt.Die Idee, Themenkisten zu erstellen, gefällt mir sehr gut. Dafür müsste ich aber zuerst einmal andere Lehrperson suchen, die auch eine Kiste erstellen, damit nachher ein Austausch stattfinden kann. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, eine solche Kiste zusammen mit den Kindern herzustellen. Zusätzlich könnte ich als Lehrperson die Kiste mit weiteren Ideen oder Hintergrundwissen ergänzen, damit sich die andere Lehrperson schnell in das Thema einarbeiten kann.

Freitag, 7. März 2008

Klein, aber oho!

Jeden Morgen ist es das Gleiche. Der Wecker klingelt viel zu früh und unterbricht die spannende Unterhaltung, die ich die ganze Nacht durch mit meinem Kopfkissen geführt habe. Aber da ist nichts zu machen. Schliesslich muss ich in 20 Minuten aus dem Haus. Dann mal los! Mit halb geschlossenen Augen anziehen, Haare bändigen, Reinigungsmilch auftragen, mit den Wattedingern weg… shit, die sind schon wieder leer! Dann muss ich mein Gesicht wohl unter dem fliessenden Wasser abspülen und nach der Schule neue… öhm, wie heissen die Dinger eigentlich? Watterondellen steht auf der Packung… Also, nach der Schule neue Watterondellen kaufen. Nun muss ich mich aber sputen, dass ich den Bus nicht verpasse!
Am Abend nach der PH laufe ich schnell in den Coop, denn in wenigen Minuten schliesst er. Vor dem Regal stelle ich verwundert fest, dass es 8 verschiedene Sorten Watterondellen gibt. Ich wähle das Produkt von der Marke Coop Naturaline, weil die aus 100% Bio-Baumwolle hergestellt ist.
Später im Zug nach Hause ist mir langweilig. Die Zeitung habe ich am Morgen gelesen, das Sudoku auch schon gelöst, also nehme ich meine Watterondellen hervor und lese, was auf der Packung steht.

Respekt gegenüber Mensch und Natur und ausgezeichnete Hautverträglichkeit für Sie.

Gut, dann habe ich ja das richtige Produkt gekauft.

Dieses Coop Naturaline Produkt wurde nach folgenden Grundsätzen hergestellt:
- aus biologisch angebauter Baumwolle
- Prämie für die Bio-Bauern
- mit Sauerstoff gebleicht (ohne Chlor)
Das Produkt erfüllt höchste ökologische und soziale Kriterien. Alle Stufen der Prozesskette werden von unabhängigen Instanzen kontrolliert.


Das Wort Prozesskette bringt mich zum Nachdenken. Wie viel Arbeit wohl in diesem 20 cm² Wattekreis steckt?
Zuerst muss jemand dafür Baumwolle anpflanzen, sie pflegen und schliesslich ernten. Danach wird die Baumwolle wahrscheinlich gewaschen und gebleicht und dass geschieht vermutlich nicht beim Baumwollbauern. Das heisst, es braucht ein Baumwoll-Taxi (Velo, Lastwagen, Schiff… was auch immer). Dann werden die Baumwollfasern irgendwie gebürstet und das Produkt wird ab jetzt Watte genannt. Die Watte kommt wiederum (nun per Watte-Taxi) an einen anderen Ort. Nun wird die Watte in die richtige Form gebracht. Flach und rund heisst es jetzt Watterondelle und wird mit 79 anderen Watterondellen in eine Plastiktüte gepackt. Gut verpackt werden die Rondellen ins Hauptlager von Coop gebracht, von wo aus diese Packung in meinen Händen in den Coop Rorschach geliefert wurde und von einer/einem Mitarbeiter/in ins Regal gelegt wurde.
Nicht schlecht, was? Da steckt ganz schön viel Arbeit dahinter. Und noch was: Das Wegwerfproduckt, mit dem ich mir morgens und abends den Dreck aus meinen Poren entferne, ist schon um die halbe Welt gereist.
Da kann man wirklich mal sagen: Klein, aber oho!

Donnerstag, 6. März 2008

Liebe Studierende,

ich möchte mich hiermit zum ersten Mal an Ihrer angeregten Diskussion beteiligen. Ich bin beeindruckt von Ihren Blogeinträgen: Ihre Posts sind gefüllt mit eigenen Erfahrungen, Gedanken und konkreten Informationen, die Anlass zum weiterdenken und recherchieren geben. Ich möchte mich zu dem einen oder anderen Punkt äussern:

In mehreren Ihrer Blogs lesen ich von den Werbebroschüren von Migros und Coop, welche mit innovativer Klimapolitik und nachhaltigen Strategien auf sich aufmerksam machen... oder eben für sich Werbung machen. Nun, die zwei Firmen verkaufen identische Produkte, zu praktisch identischen Preisen und sind damit einem ziemlich grossen Konkurrenzdruck ausgesetzt. Insofern kann man sich mit Ethik und Nachhaltigkeit vom anderen abheben. Und wenn Sie durch Migros und Coop gehen, dann merken Sie, dass wir als Kunden mittlerweile sehr viele Möglichkeiten haben unseren Einkauf sehr bewusst nachhaltig zu gestalten. Natürlich, und Sie schreiben dies auch so in Ihren Blogs, geht es den zwei Grossverteilern primär um Werbung. Was sollen wir anderes erwarten? Migros und Coop wollen ja schliesslich auch Geld verdienen. Natürlich ist es sinnvoll und notwendig, dass wir möglichst in allen unsere Konsumgewohnheiten den Vorzug den biologischen und fairen Produkten geben. Für mich sind die Werbestrategien von Coop und Migros symptomatisch für die Politik zahlreicher Firmen. Sie haben wieder Geld, sich neben Ihrem Kerngeschäft Themen der Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit zuzuwenden. So sind in den vergangenen Monaten zahlreiche Bericht über Firmen zu lesen gewesen, die sich im sog. CSR (corporate social responsibilty) verstärkt engagieren. Die „Erklärung von Bern“ weist darauf hin, dass tatsächlich aber bei vielen Multis vor allem eine geschickt agierende PR-Maschinerie dahinter steckt. Öko und Fair verkauft sich schliesslich gut! (naja, mindestens wird damit die öffentliche Wahrnehmung auf diese Themen wieder stärker sensibilisiert).

Bis zum nächsten Mal, freundliche Grüsse, Michael Zahner

Mittwoch, 5. März 2008

Der Weg der Milch

Als ich den Auftrag dieser Woche las, kam mir spontan „Milch“ in den Sinn. Jeden Morgen trinke ich eine warme Schokolade... Nun stellte ich mir die Frage, wo ist diese Milch schon überall gewesen und was hat sie schon alles durchgemacht? Wer ist überhaupt alles daran beteiligt, damit ich am Morgen meine Milch trinken kann? Ein paar Kühe und Bauern, wäre wohl eine logische aber überaus unvollständige Antwort... Ich beginne aber einmal von vorne: Die Kuh wird zwei Mal täglich gemolken. Damit sie aber überhaupt Milch gibt, muss sie gut genährt sein. Sie braucht also Futter und Wasser. Der grosse Teil des Futters besorgt der Bauer selber für die Kuh. So hat er zum Beispiel im Sommer Heu eingebracht oder bringt die Kühe im Sommer auf die Weide. Wasser lässt er aus dem Wasserhahn... Den Weg des Wassers lasse ich in diesem Post ausser acht. Es ist aber klar, dass auch hier viele Menschen und Maschinen daran beteiligt sind, dass der Bauer den Wasserhahn aufdrehen kann und das Wasser raus fliesst. Die Kuh wird nun also gemolken. Und zwar macht der Bauer das nicht mehr mit seinen Händen, sondern mit Melkmaschinen. Diese Melkmaschinen müssen natürlich irgendwo produziert werden. à wieder jemand, der indirekt für mich arbeitet. Die Milch wird nun in spezielle Gefässe gefüllt, auch diese wurden von einer speziellen Firma hergestellt. Nachdem die Milch abgefüllt wurde, wird sie in die Molkerei gefahren (oder die Molkerei holt sie ab). Für diesen Weg braucht es ein Auto. Die Autoindustrie spielt also auch eine Rolle im Milchgeschäft. In der Molkerei wird die Milch gereinigt, mit Wärme behandelt, homogenisiert, abgefüllt oder weiter verarbeitet (wer sich speziell dafür interessiert: http://www.was-wir-essen.de/abisz/2314_2317.php). Die Verpackungsindustrie trägt also auch ihren Teil bei. Nun wird die Milch in Lastwagen in den Laden gefahren. Dafür muss sie natürlich zuerst von jemanden in den Lastwagen eingeladen und später wieder ausgeladen werden. Jetzt kommen die Ladenmitarbeiter zum Zug, da sie die Milchpackungen/Milchflaschen in die Regale einräumen. Ja und ganz zum Schluss kassieren die Mitarbeiter das Geld für die Milch ein, damit ich sie mit nach Hause nehmen kann und meine warme Schokolade geniessen kann...So gründlich habe ich mir den Weg der Milch noch nie überlegt. Es ist faszinierend zu sehen, welche Menschen alle daran arbeiten, damit ich am Morgen meine Milch trinken kann.

Dienstag, 4. März 2008

Vom Bohrturm in die Tankstelle



Als ich den Auftrag für diese Woche gelesen habe, nahm es mich wunder, wie das Benzin vom Bohrturm zur Tankstelle gelangt. Mir ist klar, dass da einige Arbeitsstunden und viele Kilometer Transportweg dahinter stecken. Aber welche genau?


Bei meiner Recherche bin ich auf folgendes gestossen:

Dadurch, dass Erdöl meist unter Gesteinsschichten verborgen ist, müssen zuerst wissenschaftliche Untersuchungen vorgenommen werden. Dann folgt eine Probebohrung. Da nur wenige Bohrungen zum Erfolg führen, ist schon dieser Teil des ganzen Weges sehr teuer und zeitaufwändig.

Nehmen wir an, wir sind erfolgreich. Der nächste Schritt ist, eine Bohrplattform zu bauen. Von dort werden nun Bohrungen getätigt und Erdöl gewonnen.

Weiter geht es in die Vorbehandlung. In Trennanlagen werden Verunreinigungen (Gase und Salzwasser) beseitigt. Dann gelangt das reine Erdöl in die Raffiniere.

In der Raffinerie wird das Rohöl auf verschiedene Weisen destilliert. Anschliessend werden die Stoffe chemisch umgewandelt und danach wird das Ganze nachbehandelt. Das heisst, unerwünschte Produktbestandteile werden entfernt. Zum Schluss muss alles noch entschwefelt werden.

Benzin ist entstanden. Dahinter steckt meiner Meinung nach aber schon ein immenser Aufwand. Man denke an die riesigen Maschinen und Gebäude die zuerst erbaut werden mussten, Stromverbrauch, Entsorgen der Abfälle...

Und es geht noch weiter… Nun muss alles aber noch transportiert werden. Dies geschieht auf dem Seeweg mit Öltankern und auf dem Land mittels Pipelines. Weiter gelangt das Benzin per Schiff auf dem Rhein, mit der Eisenbahn oder auf der Strasse (eher selten) zu uns in die Schweiz. Schliesslich muss es noch zu den Tankstellen gebracht und dort in die Säulen gepumpt werden. Dann kanns losgehen: Parkieren, Tankdeckel auf, füllen, zahlen und die Umwelt verschmutzen.

Wow! Bis das Benzin von uns genutzt werden kann, haben schon x-Tausende von Leuten einen Beitrag geleistet. Ja und für diesen Aufwand müssen wir momentan etwa 1.70 Fr. pro Liter bezahlen. Sind wir nicht die ganze Zeit am jammern wie teuer alles ist? Und das ist nicht nur beim Benzin, sondern auch bei anderen Produkten, die wir täglich gebrauchen so. Ich denke, wir müssen die Möglichkeiten, die wir haben vermehrt schätzen lernen. Es soll nicht immer alles selbstverständlich sein.

Montag, 3. März 2008

Vernetzungen

Das erste, was ich zum Auftrag dieser Woche dachte, war: "Da frage ich meinen Vater mal, ob er mir erläutern könnte, wen es alles braucht, damit ich Strom habe." Er arbeitet beim Elektrizitätswerk und ich dachte mir einfach ohne selber gross nachzudenken, dass er mir dies "schnell" aufzeigen kann. Hoppla, aber falsch gedacht... Denn da kommt die Frage auf, wie indirekt die Vernetzung denn sein darf oder muss. Gehört da der Bau der Staumauer auch schon dazu? Wie sieht es aus mit dem Bau der Druckleitung, ja überhaupt den Materialien, die nur schon für den Bau gebraucht werden? Das alles ist mir noch nie bewusst worden. Meine Güte, da steht ja die ganze Welt dahinter, nur damit wir Strom nutzen können. Um dies doch einmal noch richtig (obwohl hier richtig eben doch nicht das richtige Wort ist) aufzuzeigen, versuche ich mal, die "Berufe" aufzulisten:
-alle, die am Bau der Staumauer beteiligt sind / waren
-alle, die am Bau der Druckleitung beteiligt sind /waren
-alle, die am Bau und der Installierung des Generators beteiligt sind / waren
-alle, die am Bau der Stromleitungen beteiligt sind / waren (Netzelektriker und andere)
-alle, die an der Installation der Stromleitungen im Haus verantwortlich sind / waren
-alle, die im Moment arbeiten und das ganze System unterhalten (Unterhaltspersonen, Elektroinstallateure,...)
-ausserdem kommen alle dazu, die für jeglichen Transport von Materialien zuständig sind / waren und diese Personen, die Teile zum Bau des Ganzen vorgängig hergestellt haben
So, und jetzt habe ich sicher noch Abertausende von Personen vergessen, die ebenfalls noch irgendetwas dazu beigetragen haben, damit in meinem Zimmer das Radio läuft und meine Lampe leuchtet. Unglaublich, was alles dahinter steckt, nur damit wir einen Knopf drücken können und dann zufrieden sind. Was geschieht nämlich, wenn irgendeines der Glieder in dieser langen Kette einmal ausfällt? Naja, dann wird es ersetzt. Aber wenn das Auswirkungen hat oder man es gar nicht so schnell ersetzen kann? Dann wird ohne gross nachzudenken, geflucht und sich mächtig aufgeregt. Und dies nur, weil wir Gewohnheitstiere sind. Eigentlich ist es unfassbar, woran man sich einfach so gewöhnt und es einfach als selbstverständlich ansieht. Und wenn es dann weg ist, bricht für uns eine Welt zusammen, die wir selber nicht wieder aufbauen können. Eigentlich sind wir absolut voneinander abhängig, ohne dies wahrzunehmen. Warum halten wir dann nicht mehr zusammen? Denn, wie man an diesem kleinen Beispiel sieht, braucht es sehr viele Menschen, die zusammen arbeiten. Wenn man dies nun auf die ganze Welt ausweitet, drängt sich mir folgende Aussage auf: Haltet zusammen, denn wenn ihr dies nicht tut, bricht eure Welt zusammen! Und denkt daran, nicht nur eine kleine Welt bricht zusammen, sondern die ganz grosse!