Das erste, was ich zum Auftrag dieser Woche dachte, war: "Da frage ich meinen Vater mal, ob er mir erläutern könnte, wen es alles braucht, damit ich Strom habe." Er arbeitet beim Elektrizitätswerk und ich dachte mir einfach ohne selber gross nachzudenken, dass er mir dies "schnell" aufzeigen kann. Hoppla, aber falsch gedacht... Denn da kommt die Frage auf, wie indirekt die Vernetzung denn sein darf oder muss. Gehört da der Bau der Staumauer auch schon dazu? Wie sieht es aus mit dem Bau der Druckleitung, ja überhaupt den Materialien, die nur schon für den Bau gebraucht werden? Das alles ist mir noch nie bewusst worden. Meine Güte, da steht ja die ganze Welt dahinter, nur damit wir Strom nutzen können. Um dies doch einmal noch richtig (obwohl hier richtig eben doch nicht das richtige Wort ist) aufzuzeigen, versuche ich mal, die "Berufe" aufzulisten:
-alle, die am Bau der Staumauer beteiligt sind / waren
-alle, die am Bau der Druckleitung beteiligt sind /waren
-alle, die am Bau und der Installierung des Generators beteiligt sind / waren
-alle, die am Bau der Stromleitungen beteiligt sind / waren (Netzelektriker und andere)
-alle, die an der Installation der Stromleitungen im Haus verantwortlich sind / waren
-alle, die im Moment arbeiten und das ganze System unterhalten (Unterhaltspersonen, Elektroinstallateure,...)
-ausserdem kommen alle dazu, die für jeglichen Transport von Materialien zuständig sind / waren und diese Personen, die Teile zum Bau des Ganzen vorgängig hergestellt haben
So, und jetzt habe ich sicher noch Abertausende von Personen vergessen, die ebenfalls noch irgendetwas dazu beigetragen haben, damit in meinem Zimmer das Radio läuft und meine Lampe leuchtet. Unglaublich, was alles dahinter steckt, nur damit wir einen Knopf drücken können und dann zufrieden sind. Was geschieht nämlich, wenn irgendeines der Glieder in dieser langen Kette einmal ausfällt? Naja, dann wird es ersetzt. Aber wenn das Auswirkungen hat oder man es gar nicht so schnell ersetzen kann? Dann wird ohne gross nachzudenken, geflucht und sich mächtig aufgeregt. Und dies nur, weil wir Gewohnheitstiere sind. Eigentlich ist es unfassbar, woran man sich einfach so gewöhnt und es einfach als selbstverständlich ansieht. Und wenn es dann weg ist, bricht für uns eine Welt zusammen, die wir selber nicht wieder aufbauen können. Eigentlich sind wir absolut voneinander abhängig, ohne dies wahrzunehmen. Warum halten wir dann nicht mehr zusammen? Denn, wie man an diesem kleinen Beispiel sieht, braucht es sehr viele Menschen, die zusammen arbeiten. Wenn man dies nun auf die ganze Welt ausweitet, drängt sich mir folgende Aussage auf: Haltet zusammen, denn wenn ihr dies nicht tut, bricht eure Welt zusammen! Und denkt daran, nicht nur eine kleine Welt bricht zusammen, sondern die ganz grosse!
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3 Kommentare:
Hallo Heldin der Nachhaltigkeit!
Man merkt wie wichtig dir gerade diese Thematik ist! Hut ab! Ich glaube, du hast dich da super informieren lassen und so etwas Essentielles entdeckt. Dein Satz a là "Gemeinsam sind wir stark" gefällt mir. Ich hoffe, dass gerade wir Lehrer, diesen Satz übermitteln können. Nicht unbedingt nur im Bezug auf die nachhaltige Entwicklung, sondern auch auf andere Gebiete. Nur schon bereits ein guter Klassengeist und eine gute Schulhausatmosphäre kann sicherlich viel beitragen für das Zusammenleben auf der Welt. Spannender Beitrag.
Daniela Wild
LG05F
Es ist wirklich beeindruckend, wie viele Menschen jeweils hinter einer "Dienstleistung" stehen. Dein Beispiel zeigt schön auf, wie viele Menschen für unseren Strom arbeiten, den wir Tag für Tag verbrauchen. Ich hatte bei meinem Beispiel die gleiche "Erleuchtung" wie du: Da gibt es noch viel mehr Menschen die es braucht, als ich anfangs gedacht habe! Da steckt sehr viel Arbeit dahinter, die wir auf den 1. Blick gar nicht sehen. Auf der anderen Seite ist es aber auch erschreckend, wenn ich herausfinde, welche Arbeit für unsere "Gewohnheit" gebraucht wird. Für etwas, dass wir mit vollen Händen ausgeben, schufen andere Menschen lange!
Hallo Heldin 3
Stimmt genau! Erst wenn man einmal eine gewisse Zeit auf der Alp verbringt ohne fliessend Wasser und Strom, weiss man, was das bedeutet. In den Ferien fehlt ja nicht viel, aber wenn der Alltag so wäre...
Weil so vieles vom Stom abhängt und weil das was ich hier tue, nämlich im Internet arbeiten, so viel Strom frisst, frage ich mich, ob die PH sich da nicht etwas widerspricht. Wir diskutieren gross über Nachhaltigkeit (was ich absolut notwendig finde)und gleichzeitig sind wir die grössten PC- und Internetbenutzer. Ginge es nicht mit etwas weniger - einfach als kleinen Beitrag zur besseren Umwelt?
Gaby Winiger
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