Liebe Studierende,
ich möchte mich hiermit zum ersten Mal an Ihrer angeregten Diskussion beteiligen. Ich bin beeindruckt von Ihren Blogeinträgen: Ihre Posts sind gefüllt mit eigenen Erfahrungen, Gedanken und konkreten Informationen, die Anlass zum weiterdenken und recherchieren geben. Ich möchte mich zu dem einen oder anderen Punkt äussern:
In mehreren Ihrer Blogs lesen ich von den Werbebroschüren von Migros und Coop, welche mit innovativer Klimapolitik und nachhaltigen Strategien auf sich aufmerksam machen... oder eben für sich Werbung machen. Nun, die zwei Firmen verkaufen identische Produkte, zu praktisch identischen Preisen und sind damit einem ziemlich grossen Konkurrenzdruck ausgesetzt. Insofern kann man sich mit Ethik und Nachhaltigkeit vom anderen abheben. Und wenn Sie durch Migros und Coop gehen, dann merken Sie, dass wir als Kunden mittlerweile sehr viele Möglichkeiten haben unseren Einkauf sehr bewusst nachhaltig zu gestalten. Natürlich, und Sie schreiben dies auch so in Ihren Blogs, geht es den zwei Grossverteilern primär um Werbung. Was sollen wir anderes erwarten? Migros und Coop wollen ja schliesslich auch Geld verdienen. Natürlich ist es sinnvoll und notwendig, dass wir möglichst in allen unsere Konsumgewohnheiten den Vorzug den biologischen und fairen Produkten geben. Für mich sind die Werbestrategien von Coop und Migros symptomatisch für die Politik zahlreicher Firmen. Sie haben wieder Geld, sich neben Ihrem Kerngeschäft Themen der Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit zuzuwenden. So sind in den vergangenen Monaten zahlreiche Bericht über Firmen zu lesen gewesen, die sich im sog. CSR (corporate social responsibilty) verstärkt engagieren. Die „Erklärung von Bern“ weist darauf hin, dass tatsächlich aber bei vielen Multis vor allem eine geschickt agierende PR-Maschinerie dahinter steckt. Öko und Fair verkauft sich schliesslich gut! (naja, mindestens wird damit die öffentliche Wahrnehmung auf diese Themen wieder stärker sensibilisiert).
Bis zum nächsten Mal, freundliche Grüsse, Michael Zahner
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