Montag, 7. April 2008

Arbeitsauftrag Thema Abfall

Wir haben uns für das Thema Abfall entschieden, weil diese Thematik in unserem Leben täglich auftritt. Die Kinder können sich etwas darunter vorstellen und sich vertieft damit auseinander setzen. Denn sie sind auch direkt davon betroffen. Weiter können wir uns vorstellen, mit den Schülerinnen und Schülern praktische und handlungsorientierte Beispiele durchzuführen, die dem Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung entsprechen.

1. Welche Teilkompetenzen einer BNE wurden mit der Unterrichtseinheit angestrebt?

Lernziele: Das Kind…
…kann in eigenen Worten „Abfall“ definieren

…kennt die verschiedenen Wege, welche der Abfall durchlaufen kann.
--> d1, d2

…kann eigene Visionen äussern und begründen.
--> f2, f3

…kann Folgen auf unsere Umwelt und unser Leben nennen, wenn sich niemand mehr um den Abfall kümmern würde.

--> a3, a5, b2

…kennt eine Interessengruppe mit seinen Zielen und Interessen.
--> c2, c5, e1, e6, g5, g6

…ist sich ihres eigenen Abfallverhaltens bewusst. Es weiss, wie man den Abfall „richtig“ entsorgt und kann Gründe angeben, weshalb die Abfalltrennung so bedeutsam ist.
--> a3, a4, d3, d4, d5

…ist in der Lage die Sicht der verschiedenen Interessegruppen zu übernehmen und anhand von konkreten Beispielen ihre Argumente zu begründen und nachzuvollziehen.

--> c2, c5, e1, e6, g5, g6

…erkennt die Wichtigkeit der Abfallentsorgung, indem es sich der Folgen bewusst ist, wenn sich niemand mehr um den Abfall kümmern würde.
--> a3, a4, d3, d4, d5

…ist sich bewusst, wie es die Abfallproduktion beeinflussen und reduzieren kann.
--> a3, d3, d4, d5

…ist fähig, dank dem erworbenen Wissen, Verbesserungsmöglichkeiten zu erarbeiten, diese kritisch zu überprüfen und schliesslich konkrete Umsetzungsmöglichkeiten zu präsentieren.
--> c4, c5, c6, d3, d4


2. Die Umsetzung welcher didaktischen Prinzipien wurde auf dem Plakat dokumentiert?

Visionsorientierung
Die Kinder zeichnen ihre eigenen Vorstellungen auf, wie es wäre, wenn sich niemand mehr um den Abfall kümmern würde. Sie setzen sich dabei sehr intensiv mit dem Thema auseinander und merken, was das Ganze für sie bedeuten würde.

Handlungs- und Reflexionsorientierung
Die Kinder sammeln auf ihrem Schulweg Abfall und achten dabei auf die Verteilung von Abfalleimern. Die Kinder sind also direkt betroffen. Danach wird im Plenum diskutiert, was herausgefunden wurde. So können die Kinder die Erfahrungen verknüpfen und vertiefen. Zum Schluss wird eine Exkursion in eine Abfallentsorgungsfirma besucht. Wir finden, diesen Abschluss als sehr sinnvoll.

Entdeckendes Lernen
Der Unterricht geht von einer für die Lernenden relevanten Fragestellung aus: „Was würde geschehen, wenn sich niemand mehr um den Abfall kümmern würde?
Dadurch, dass die Kinder den Abfall selber sammeln und sortieren, entdecken sie, dass es viele verschiedene Arten von Abfall gibt und was die Leute überhaupt einfach auf die Strasse werfen. Dass der Abfall auf unseren Strassen ein Problem ist und werden kann, entdecken sie auf diese Weise selbständig.
Bei der Exkursion haben die Kinder die Möglichkeit, weitere Entdeckungen zu machen.

Vernetzendes Lernen
Der Ablauf der Unterrichtseinheit steht in einem logischen Zusammenhang. Die Abfallproblematik wird aus verschiedenen Sichtweisen betrachtet und kann so miteinander vernetzt werden.

Zugänglichkeit
Das Thema wird sehr kindgerecht präsentiert. Die Kinder arbeiten auf dem Schulweg und dem Pausenplatz. Sie haben einen direkten Bezug dazu.

Partizipationsorientierung
Dieses Thema vermissen am ehesten. Aus dem Plakat kann es nicht herausgelesen werden. Wenn aber die Exkursion in die Firma gemeinsam mit der Lehrperson vorbereitet wird, wäre die Partizipationsorientierung auch erfüllt.

Sonntag, 6. April 2008

Liebe Studierende,

ich verfolge Ihre Posts mit Interesse und möchte mich zu einigen Punkten aus Ihren Posts kurz äussern: Sie haben den Text von Herz einerseits als engagiert und hilfreich empfunden, andereseits empfinden Sie ihn als zu idealistisch, vielleicht sogar polarisierend. So scheint die Frage auf, inwiefern Herz Vorschläge auch tatsächlich in der Schulpraxis umgesetzt werden können. Herz' formulierte Handlungsvorschläge stellen sicherlich eine Herausforderung dar für die Schul- und Vorbereitungspraxis. Es geht wohl nicht darum, dass die genannten Vorschläge in Ihrer Gesamtheit verwirklicht werden, sondern der eine oder andere Punkt kann Ihnen helfen, die Nachhaltige Bildung ganz konkret in Ihrer Arbeit einzubauen. Es sind Visionen und Ideale, die er formuliert, lassen Sie sich davon nicht abschrecken - jedoch sollen sie langfristig keine Visionen bleiben, sondern einen selbstverständlichen Platz in der Praxis einnehmen.

Eine begriffliche Erklärung scheint mir noch wichtig zu sein: Sie schreiben in Ihren Blogs mehrfach vom "Thema" Nachhaltigkeit, welches - und durchaus nachvollziehbar - die SchülerInnen irgenwann langweilen könnte. Wenn wir aber nicht von einem "Thema" Nachhaltigkeit ausgehen, sondern von der "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" als Konzept oder Strategie, die grosse Vielfalt der Themen der Nachhaltigkeit in den normalen Schulalltag zu integrieren (also beim Thema Schokolade durchaus zusätzlich zu den "gewohnten" Inhalten den FairTrade-Aspekt mitbearbeiten), dann folgt in meinen Augen ein sehr intuitives, ganzheitliches und eben auch nachhaltiges Lernen.

Freundliche Grüsse, Michael Zahner

Sonntag, 30. März 2008

Sonne! Endlich wieder warme Sonne! Das hat auch der Schmetterling in unserem Wintergarten gemerkt. Er hat beschlossen, dass er genug Zeit als Puppe verbracht hat und nun schlüpfen wird. Ich nehme darum das Glas mit der halb offenen Puppe auf den Balkon und beobachte, wie sich der Schmetterling aus seiner Hülle müht.
Auch unsere Katze hat gemerkt, dass sich im Glas etwas tut. Sie setzt sich neben mich und schaut interessiert zu. In meinen Augen etwas zu interessiert. Darum beschliesse ich, die Katze etwas abzulenken. Mit der Hilfe eines dünnen Astes kann ich sie vom Glas weg locken und ich tobe so lange mit ihr durch den Garten, bis sie keine Lust mehr hat und sich gemütlich auf einen grossen Stein legt.
Als ich zurück beim Schmetterlingsglas bin, ist der Sommervogel nicht mehr drinnen. Ich schaue mich um und entdecke ihn auf dem Boden. Seine Flügel sind noch ganz zerknautscht und er kann noch nicht richtig fliegen. Ich halte ihm meinen Finger hin und der Schmetterling steigt darauf. An seinem Flügelmuster erkenne ich, dass es ein Schwalbenschwanz ist.
Nun sitze ich also da mit einem Schmetterling auf meinem rechten Zeigefinger. Ich beschliesse, etwas Vitamin D zu tanken. Die Augen geschlossen sitze ich auf der Gartenbank und spüre die Sonne auf der Haut. Über mir im Baum beginnt es plötzlich laut zu zwitschern. Neugierig öffne ich meine Augen wieder und sehe ein Amselpärchen in der Baumkrone. Ob sie wohl schon dabei sind, ein Nest zu bauen?
In der Natur gibt es so viel zu sehen und zu erleben. Ich erhole mich gerne in der Natur. Meinen Akku lade ich mit der Sonne auf oder auch beim Betrachten der Natur.
Leider fehlt oft die Zeit, um sich genügend in der Natur auf zu halten.

Donnerstag, 27. März 2008

Meine Beziehung zur Natur

Am Ostermontag ging ich wieder einmal mit meiner Mutter spazieren. Wir wählten eine altbekannte Route in unserem Dorf, welche ins nächste Dorf führt. Dabei mussten wir über den sogenannten „Rappägugg“, etwas weg vom Dorf in die Höhe und dann im Nachbardorf wieder runter. In der Ebene gingen wir zurück und wieder nach Hause. Über den „Rappägugg“ zu gehen, bedeutet bei uns nicht einen „normalen“ Spaziergang zu machen, sondern sich etwas mehr Zeit zu nehmen und die Natur etwas intensiver zu geniessen.
Am Ostermontag hatte es in unserer Region einen leichten Hauch Schnee und doch blühte wegen der warmen Tage vor dem Schnee schon recht viel. Eigentlich ist es unglaublich, wie schön die Natur die Landschaft gestalten kann. Ich entdeckte zwar nur noch einzelne Schneeglöckchen, aber dafür umso mehr Krokusse, die sich zwischen den Schneeflecken in die Höhe streckten. Ausserdem entdeckte ich schon an vielen Sträuchern Knospen und zum Teil schon ein leichtes Grün, das da hervorschaute.
Die Natur so erwachen zu sehen, obwohl es noch Schnee hat, zeigt mir auf, wie stark sie ist. Jedes Frühjahr erwacht sie von Neuem und blüht fast noch schöner auf als zuvor. Sie ist unser Zuhause, in ihr und mit ihr leben wir. Und da kommt mir jetzt etwas in den Sinn, das ich da unbedingt noch einfügen möchte:
Gerade vor ein paar Tagen, habe ich folgende Aussage eines Jungen gelesen: Ich bin so froh, dass ich in der Stadt lebe. Auf dem Land ist es doch so langweilig, man braucht nur schon Stunden um ins Kino zu gehen oder die grossen Einkaufszentren zu erreichen. In der Stadt ist immer etwas los und alles ist in der Nähe.
Da kann ich nur sagen, dass dies ein armer Junge ist. Dieses Kind hat keine Ahnung von der Natur und was man in der Natur alles spielen kann. Mit ihr kann man nämlich die grössten Abenteuer erleben. Als ich mit meiner Mutter über den „Rappägugg“ wanderte, kam mir wieder in Sinn, wie wir dort beim Bach früher als Kinder gespielt haben. Heute spiele ich zwar nicht mehr, aber ich kann die Zeit dort immer noch so gut vergessen, wie damals. In dem Moment dachte ich nur, dass dies alles diesem Jungen fern ist und wohl auch bleibt.
Mir ist die Natur unglaublich wichtig, ich habe zum Beispiel Mühe, mir vorzustellen in einer Stadt zu wohnen. Direkt vor der Haustür schon in der Natur stehen und sie dann einfach nur geniessen, das ist unter anderem Stress abbauen, für mich jedenfalls. Wie oben schon erwähnt, ist diese Natur, die mir so viel Ruhe gibt, sehr stark (im Beispiel, wie sie jedes Jahr von Neuem wieder erwacht), davon darf man sich aber auf keinen Fall täuschen lassen. Denn ich glaube immer mehr daran, dass wir Menschen Gift und im schlimmsten Fall den Tod für die Natur bedeuten.

Mittwoch, 26. März 2008

Spaziergang im Wald

Heute Morgen schnappte ich mir unseren Hund und ging mit ihm spazieren. Über Nacht hatte es wieder geschneit und deshalb war am Morgen alles weiss. Dies schreckte mich aber nicht davon ab, mit Gino in den Wald zu gehen, denn wir wohnen gerade am Waldrand. Im Wald herrschte eine eindrückliche Stimmung. Grösstenteils war es sehr still. Aber ab und zu hörte ich Vögel zwitschern. Wie ihnen wohl der Schnee im Frühling gefällt? Ich schritt über noch unbetretene Waldwege und Wiesen und genoss das Spazieren im Wald sehr. Auch meinem Hund gefiel es. Jedes Mal wenn er im Schnee ist, legt er sich in den Schnee und dreht sich auf dem Rücken hin und her. Er geniesst sozusagen eine Schneemassage. Doch viele Male konnte er das diesen Winter noch nicht machen. Wird es jetzt wohl immer so sein, dass der Schnee erst im Frühling kommt? Oder ist es einfach eine Laune der Natur? Wenn ich zurückdenke, dann hatte die Natur in letzter Zeit immer mehr „Launen“. Stürme, heftige Regenfälle, später Schnee, heisse Sommer, usw…
Was bedeutet es mir, dass ich ein Teil der grossen Natur bin? Es bedeutet mir eigentlich ziemlich viel, denn ich bin mit der Natur gross geworden. Meine Eltern haben uns Kinder immer wieder in die Natur mitgenommen und sie uns schätzen gelehrt. Ich stelle mir aber schon die Frage, wie lange ich noch Teil dieser schönen Natur sein kann? Immer mehr Wälder werden abgeholzt, freie Flächen bebaut. Stück für Stück geht die Natur zurück. Am Ende meines Spaziergangs kam ich auch an Häusern vorbei, die vor 10 Jahren noch nicht da waren. Für die wieder ein Teil der Natur Platz machen musste…

Dienstag, 25. März 2008

Sich der Natur anpassen

Obwohl ich beim Snowboarden die Natur nicht für mich alleine geniessen kann, treibt es mich immer wieder in die Berge, um meine Leidenschaft ausüben zu können. Ich brauche diesen Ausgleich, um nach einer strengen Woche wieder Energie tanken zu können. Dabei geniesse ich nicht nur die schönen Abfahrten, sondern auch die faszinierende Landschaft. Es ist eindrücklich, wie die mächtigen Berge über die Täler ragen. Und ich bin nur ein kleiner Teil zwischen dieser Bergwelt.

Immer wieder mache ist Stopps, um die Aussicht zu geniessen und mich von den wärmenden Sonnenstrahlen blenden zu lassen. Zwischendurch wird die Ruhe um mich von Stimmen anderer Leute gestört. Doch dies finde ich nicht weiter schlimm. Hauptsache, ich bin an der frischen Luft und kann das geniessen, was ich gerne mache. Ja, es war wirklich schön. Und ich könnte solch ein Erlebnis heute wieder haben, müsste ich nicht diesen Blogeintrag schreiben und anderen Pflichten nachgehen.

Ich fand diesen Auftrag nicht sehr gewinnbringend, da ich denke, viele von uns halten sich oft in der Natur auf und wissen sie auch zu schätzen. Trotzdem möchte ich erwähnen, was es mir bedeutet, Teil dieser Natur zu sein.

Grundsätzlich sehe ich mich als Teil der Natur. Doch muss man auch sehen, dass wir als Teil der Natur nicht viel mitzubestimmen haben. Vieles was wir machen, ist von den Launen der Natur abhängig. Je nach Wetterverhältnissen kann ich bestimmen, was genau ich draussen unternehmen werde. Regnet es, ist meine Route ein wenig kürzer. Scheint die Sonne, kann ich für längere Zeit draussen sein. Ist die Lawinengefahr hoch, überlege ich mir zweimal, ob ich wirklich mit den Schneeschuhen einen Berg erklimmen will, oder doch lieber auf der sicheren Piste fahre. Weiter komme ich zur Kleiderwahl. Auch dort muss ich mich der Natur anpassen.

Donnerstag, 13. März 2008

Lieber Otto Herz,

Ich habe ihrem Artikel „Agenda 21 und globale Partnerschaft – Elemente der Entwicklung von Schulen“ gelesen und habe mir dazu so meine Gedanken gemacht.
Sie müssen wissen, wir haben an unserer Hochschule ein Modul zum Thema Nachhaltigkeit und werden seit Beginn des Semesters dazu gezwungen uns Gedanken darüber zu machen, wie wir die Welt retten könnten. Sie bilden uns aus zu Heldinnen und Helden der Nachhaltigkeit.

Ihr Artikel war ein Hinweis unserer Dozenten. Er sollte uns zeigen, wie man das auch in unserem zukünftigen Berufsfeld angehen könnte. All zu viel Neues konnte ich in ihrem Bericht leider nicht finden. Viele Ideen und Methoden haben wir im verlaufe unserer Ausbildung schon kennen gelernt oder schon davon gehört. Es gab allerdings eine Idee, die mir so noch nicht gekommen war. Schüler und Schülerinnen die als Experten für ein Agenda 21 Thema ihr Wissen an ein breites Publikum bringen. Mir schwebt da so etwas wie ein Workshop für Erwachsene vor, bei dem sie von Kindern über interessante Themen informiert werden. Nicht nur Eltern, Groseltern und Paten. Nein, das ganze Dorf, die ganze Gegend wird eingeladen!
Aber das ist vorläufig nur eine Vision von mir. Vielleicht versuche ich das irgendwann mal als Schulhausprojekt zu organisieren.

Unsere Dozenten stellten uns auch die Frage, was wir als erstes in unserem Berufsfeld umsetzen möchten. Da muss ich ganz klar sagen: keine Ahnung! Ich weiss noch nicht, welche Stufe ich unterrichten werde, habe keinen Schimmer wo das sein wird und mit welchen Leuten ich im Team sein werde.
Daher verspreche ich nur, dass ich sicher Themen aus der Agenda 21 in meinem Klassenzimmer besprechen werde und meine Schüler besten Wissens zu Menschen erziehen möchte, die auf ihre Umwelt achten. Ich werde versuchen sie für heikle Themen zu interessieren und ein gutes Vorbild zu sein.

Ich dachte, das könnte sie vielleicht interessieren.
Ich verbleibe mit freundlichen Grüssen

eine Heldin