Mittwoch, 12. März 2008

Agenda 21

Die Thematik, wie Otto Herz sie in seinem Artikel beschreibt, finde ich absolut lobenswert. Jeder von uns weiss, dass man die Umwelt schonen, ja nicht nur schonen sondern schützen muss, und doch tut keiner so viel, dass es genügt (so scheint es mir jedenfalls). Er beschreibt schön, dass man auch schon die Kinder sensibilisieren muss, denn sie sind ja auch die Zukunft unserer Welt. Und darum müssen die Schulen eine Bildung für nachhaltige Entwicklung bieten.
Otto Herz beschreibt in seinem Artikel viele Aspekte, die berücksichtigt werden sollen. So geht dies quer vom fachlichen Lernen im Fachunterricht bis zu internationaler Kommunikation und Kooperation. Wie oben schon gesagt, finde ich es lobenswert, wenn dieses ganze Spektrum, das er umschreibt, umgesetzt werden kann. Aber genau an diesem Punkt hätte ich auch Bedenken. Für mich tauchen Fragen auf, wie "Wird dieses Thema den Kindern nicht irgendwann z viel?" oder "Werden die Kinder bei so einem grossen Spektrum, das immer wieder das gleiche Thema anspricht, nicht "immunisiert"?" Ich glaube an die Aussage "wenig aber gründlich". Dieser Artikel verleiht mir etwas den Eindruck, dass immer nur über das Thema Nachhaltigkeit gesprochen wird und dass sich alles nur um dieses Thema dreht. Vielleicht täuscht es mich auch, aber nur schon beim Durchlesen, hatte ich das Gefühl, dass jedes bisschen mehr Strom, das ich brauche verurteilt werden sollte... Aber genug der Kritik, wie würde ich es denn machen?
Gute Frage... Wie schon beschrieben hat Otto Herz eine Liste von dieser Schule in Holsterhausen erwähnt, in denen die Felder ihres Handelns als Agenda-Schule aufgezählt werden. Ich persönlich werde das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz auf alle Fälle in den Fachunterricht integrieren. Und zwar vor allem als ein grosses Thema, das aber wieder abgeschlossen wird. Natürlich wird die Umweltschutzfrage immer wieder auftauchen und entsprechend behandelt, sie soll aber bei mir nicht immer (künstlich) im Mittelpunkt stehen. Hinzu kommt, dass ich auf jeden Fall vorbildlich handeln will und werde. Denn ich bin davon überzeugt, dass Kinder auch ohne das Ansprechen eines Themas dazulernen, eben durch Vorbilder.
Der zweite Punkt, der in dieser Liste vorkommt, ist das fächerverbindende, fächerübergreifende Lernen. Dies werde ich sowieso versuchen, umzusetzen, ob das Thema nun direkt mit Umweltschutz zu tun hat oder nicht. Vor allem finde ich aber wichtig, ein Thema aus den verschiedenen Sichtweisen zu betrachten, was auch bei der Nachhaltigkeitsthematik äusserst wichtig ist.
Die weiteren Punkte, die beschrieben werden, kann ich als alleinige Lehrperson nicht umsetzen, da braucht es meiner Meinung nach das ganze Team im Schulhaus. Und dies ist sicher auch eine Vision von sehr vielen Lehrpersonen: Eine Agenda-Schule zu sein, hinter der das ganze Team steht; das wärs!!!

4 Kommentare:

fabi hat gesagt…

Deine kritischen Gedanken finde ich guet und ehrlich gesagt, hatte ich auch schon solche..Wenn wir ständig mit den Kindern nur über dieses Thema sprechen, dann haben sie doch irgendwann einmal genug und wir bewirken genau das Gegenteil und sie hängen ab.Es ist aber auch ganz klar, dass wir etwas in der Schule machen müssen, denn wir sind Vorbilder und alle orientieren sich an uns. Wenn die Schule etwas macht- z.b. Solarenergie- dann sehen das andere und denken, oh ja,das ist gut und machen es eventuell auch.

Ich denke als Lehrpersonen müssen wir die richtige Mischung finden. Treffen wir diese, haben wir die Kinder "gefangen" und wir können gemeinsam etwas bewirken.

Anonym hat gesagt…

Ich finde es gut, dass du in deinem Unterricht den Kindern ein Vorbild in Bezug auf Nachhaltigkeit sein wirst. So werden die Kinder nämlich tagtäglich unbewusst mit dem Thema Umweltschutz konfrontiert. Wenn sie dir dann deine Taten noch nachmachen, ist ein Ziel bereits erreicht...
Eine Agenda-Schule zu sein, wäre wirklich eine tolle Vision. Ich stelle es mir im Moment aber relativ schwierig vor, da es in einem Team immer wieder Personen hat, die dagegen sind. Diese gilt es umzustimmen und sie dafür zu gewinnen, mit gutem Beispiel voranzugehen.

Marina Bärtsch, LG 05Gf

KrüMäL hat gesagt…

Genau! Ich stimme dir und Fabienne zu! Immer nur über das Thema reden ist nicht reicht nicht und bewirkt mit der Zeit genau das Gegenteil. Ich bemerke das bei mir schon.. Wir müssen in der Schule etwas dagegen tun! Klar, sind theoretische Informationen auch wichtig, sie sollten vielleicht evt. eher zu Beginn vermittelt werden und dann soll aber möglichst schnell zum Handeln hinübergegangen werden.Mit den Vorschlägen von Otto Herz können wir gleich einmal damit beginnen.

Martina Giger LG 05D

DJa hat gesagt…

Ich stimme deinem Beitrag ebenfalls zu. Man soll die Kinder nicht ständig mit diesem Thema bombadieren und trotzdem sollte man sich nicht scheuen auch einmal Themen über die Nachhaltige Zukunft aufzugreifen.
Auch in der Schule, die als Vorbildfunktion fungieren sollte, können gemeinsam Projekte erarbeitet werden und wenn möglich die Kinder sogar involviert werden. Ich bin auch davon überzeugt, wenn man gute Vorschläge bring, die nicht allzu teuer in der Umsetzung sind, werden viele Schulteams auch mitmachen.

Janine Dürst, LG05Fd