Mittwoch, 26. März 2008

Spaziergang im Wald

Heute Morgen schnappte ich mir unseren Hund und ging mit ihm spazieren. Über Nacht hatte es wieder geschneit und deshalb war am Morgen alles weiss. Dies schreckte mich aber nicht davon ab, mit Gino in den Wald zu gehen, denn wir wohnen gerade am Waldrand. Im Wald herrschte eine eindrückliche Stimmung. Grösstenteils war es sehr still. Aber ab und zu hörte ich Vögel zwitschern. Wie ihnen wohl der Schnee im Frühling gefällt? Ich schritt über noch unbetretene Waldwege und Wiesen und genoss das Spazieren im Wald sehr. Auch meinem Hund gefiel es. Jedes Mal wenn er im Schnee ist, legt er sich in den Schnee und dreht sich auf dem Rücken hin und her. Er geniesst sozusagen eine Schneemassage. Doch viele Male konnte er das diesen Winter noch nicht machen. Wird es jetzt wohl immer so sein, dass der Schnee erst im Frühling kommt? Oder ist es einfach eine Laune der Natur? Wenn ich zurückdenke, dann hatte die Natur in letzter Zeit immer mehr „Launen“. Stürme, heftige Regenfälle, später Schnee, heisse Sommer, usw…
Was bedeutet es mir, dass ich ein Teil der grossen Natur bin? Es bedeutet mir eigentlich ziemlich viel, denn ich bin mit der Natur gross geworden. Meine Eltern haben uns Kinder immer wieder in die Natur mitgenommen und sie uns schätzen gelehrt. Ich stelle mir aber schon die Frage, wie lange ich noch Teil dieser schönen Natur sein kann? Immer mehr Wälder werden abgeholzt, freie Flächen bebaut. Stück für Stück geht die Natur zurück. Am Ende meines Spaziergangs kam ich auch an Häusern vorbei, die vor 10 Jahren noch nicht da waren. Für die wieder ein Teil der Natur Platz machen musste…

5 Kommentare:

heldin 3 hat gesagt…

Ich glaube, ich muss auch einmal nach Sargans in den Wald und dort spazieren Es tönt sehr eindrücklich und schön.
Die Tatsache mit den Launen der Natur, die du erwähnt hast, hat mir richtig zu denken gegeben. Ich habe in meinem Post auch darüber geschrieben, dass jetzt im Schnee schon sehr viele Pflanzen spriessen. Aber irgendwie habe ich nicht so weit gedacht, dass dies ja an uns liegen könnte, dass die von uns verursachte Klimaerwärmung der Grund für diese Wärme und den späten Schnee sein könnte. Natürlich bin ich aufgeklärt darüber, dass die Umweltverschmutzung sehr wahrscheinlich diese Launen der Natur auslöst, und doch ist es mir in dem Moment, als ich den Post geschrieben habe nicht in den Sinn gekommen, ich habe einfach nicht so weit gedacht.
Ich glaube, das ist auch das Problem allgemein: Viele Menschen denken einfach nicht so weit, viele sehen gerade das Heute und vielleicht noch das Morgen, aber weiter sehen sie nicht, weiter denken sie gar nicht.

Manuela Tinner 05Gf

Anonym hat gesagt…

Auf der Suche nach einem passenden Post zum Kommentieren, las ich viele durch und blieb bei deinem stehen. Ich glaube, ich brauche auch einen Hund! Obwohl ich mir Zeit nehme, mich in der Natur zu bewegen, bin ich meistens immer nur bei schönen Wetter draussen. Bei sogenanntem Hundswetter ist Frau faul und verkriecht sich gerne in der warmen Stube. Hätte ich einen Hund, müsste ich auch bei Sturm und Regen nach draussen. Solche Naturerfahrungen wären sicherlich auch interessant. Aber wenn ich mir das so überlege, warte ich lieber bis der Sommer wieder vor der Türe steht. So ein Tänzchen bei Sommerregen reizt mich mehr.

Sprite hat gesagt…

Genau dieser Gedanke ist mir auch gekommen. Ich brauche einen Hund. Ich bin zwar viel und gerne draussen in der Natur. Doch meistens nur bei schönem Wetter. Ist draussen so ein richtiges „Sauwetter“ überlege ich es mir schon mehrmals, ob ich nach draussen gehen soll. Meistens entscheide ich mich dagegen, denn wozu sich den A**** abfrieren oder nass werden, wenn ich ein paar Tage später bei Sonnenschein dasselbe tun kann? (Diese Denkweise besitzt anscheinend auch meine Katze, denn sie setzt ihre Pfoten meistens auch nur bei schönem Wetter vor die Türe  ) Mit einem Hund bleibt einem nichts anderes übrig. Man muss bei jedem Wetter nach Draussen und macht vielleicht Naturerfahrungen, die bei schönem Wetter nicht gemacht werden können.

Michelle Köppel LG05E

Hanswurscht hat gesagt…

Es ist krass, wie oft die Natur „Platz machen“ muss. Sei es für Einkaufszentren, neue Strassen, mehr Häuser, …Aber ist ja eigentlich egal…wer braucht die Natur denn schon,…Sauerstoff kann man in Flaschen kaufen, Pflanzen auch im Haus halten, Fitness im Studio oder in der Turnhalle machen, den Wald im Fernsehen anschauen, Vogelzwitschern gibt’s auch auf CD.
Ich bin gespannt, wie unsere Welt in ein paar hundert Jahren aussehen wird…Wenn wir so weiter machen, sehe ich wirklich ziemlich schwarz.
Und dies macht mich wütend. Denn ich brauche die Natur. Ich möchte sie nicht mit einem lumpigen Fitnessstudio eintauschen. Nur in der Natur kann ich mich richtig erholen und entspannen.

Hurlibuab hat gesagt…

Ich denke, dass du solange du in der Schweiz wohnst noch lange die Vorteile der Natur geniessen kannst. Wir haben einen solchen Reichtum an Ressourcen, dass es schwierig wird unsere Schweiz zu einer verwüsteten Landschaft werden zu lassen. Ich teile jedoch deine Befürchtung, dass die Entwicklung in eine Richtung zieht mit schwerwiegenden Folgen für Mensch und Natur. Besonders in Ländern die bereits schwer vom Leiden gekennzeichnet sind. Ich hoffe, dass die Weltbevölkerung bald merkt dass wir etwas ändern müssen., bevor es zu spät ist.