Als ich den Auftrag für diese Woche gelesen habe, nahm es mich wunder, wie das Benzin vom Bohrturm zur Tankstelle gelangt. Mir ist klar, dass da einige Arbeitsstunden und viele Kilometer Transportweg dahinter stecken. Aber welche genau?
Bei meiner Recherche bin ich auf folgendes gestossen:
Dadurch, dass Erdöl meist unter Gesteinsschichten verborgen ist, müssen zuerst wissenschaftliche Untersuchungen vorgenommen werden. Dann folgt eine Probebohrung. Da nur wenige Bohrungen zum Erfolg führen, ist schon dieser Teil des ganzen Weges sehr teuer und zeitaufwändig.
Nehmen wir an, wir sind erfolgreich. Der nächste Schritt ist, eine Bohrplattform zu bauen. Von dort werden nun Bohrungen getätigt und Erdöl gewonnen.
Bei meiner Recherche bin ich auf folgendes gestossen:
Dadurch, dass Erdöl meist unter Gesteinsschichten verborgen ist, müssen zuerst wissenschaftliche Untersuchungen vorgenommen werden. Dann folgt eine Probebohrung. Da nur wenige Bohrungen zum Erfolg führen, ist schon dieser Teil des ganzen Weges sehr teuer und zeitaufwändig.
Nehmen wir an, wir sind erfolgreich. Der nächste Schritt ist, eine Bohrplattform zu bauen. Von dort werden nun Bohrungen getätigt und Erdöl gewonnen.
Weiter geht es in die Vorbehandlung. In Trennanlagen werden Verunreinigungen (Gase und Salzwasser) beseitigt. Dann gelangt das reine Erdöl in die Raffiniere.In der Raffinerie wird das Rohöl auf verschiedene Weisen destilliert. Anschliessend werden die Stoffe chemisch umgewandelt und danach wird das Ganze nachbehandelt. Das heisst, unerwünschte Produktbestandteile werden entfernt. Zum Schluss muss alles noch entschwefelt werden.
Benzin ist entstanden. Dahinter steckt meiner Meinung nach aber schon ein immenser Aufwand. Man denke an die riesigen Maschinen und Gebäude die zuerst erbaut werden mussten, Stromverbrauch, Entsorgen der Abfälle...
Und es geht noch weiter… Nun muss alles aber noch transportiert werden. Dies geschieht auf dem Seeweg mit Öltankern und auf dem Land mittels Pipelines. Weiter gelangt das Benzin per Schiff auf dem Rhein, mit der Eisenbahn oder auf der Strasse (eher selten) zu uns in die Schweiz. Schliesslich muss es noch zu den Tankstellen gebracht und dort in die Säulen gepumpt werden. Dann kanns losgehen: Parkieren, Tankdeckel auf, füllen, zahlen und die Umwelt verschmutzen.
Wow! Bis das Benzin von uns genutzt werden kann, haben schon x-Tausende von Leuten einen Beitrag geleistet. Ja und für diesen Aufwand müssen wir momentan etwa 1.70 Fr. pro Liter bezahlen. Sind wir nicht die ganze Zeit am jammern wie teuer alles ist? Und das ist nicht nur beim Benzin, sondern auch bei anderen Produkten, die wir täglich gebrauchen so. Ich denke, wir müssen die Möglichkeiten, die wir haben vermehrt schätzen lernen. Es soll nicht immer alles selbstverständlich sein.
4 Kommentare:
Mit grossem Interesse habe ich deinen Beitrag gelesen. Ich wusste bis anhin nicht genau, wie das Herstellen von Benzin geschieht und was es alles dafür braucht. Eigentlich ist es bei dem ganzen Vorgang wirklich erstaunlich, dass ein Liter Benzin im Moment „nur“ 1.70 Fr. kostet. Klar, viele Menschen denken, dass 1.70 Fr. pro Liter viel sind. Überlegt man sich aber einmal genau, was alles dahintersteckt, wer alles von diesen 1.70 Fr. bezahlt werden muss, dann erscheint mir 1.70 Fr. plötzlich nicht mehr viel.
Marina Bärtsch, LG 05Gf
Halli hallo Heldin!
Da sage ich nur "Huch"... Man überlegt sich wirklich viel zu wenig und nimmt viel zu viel für selbstverständlich. Gerade gestern habe ich wieder einmal unser Auto benutzt. Eine Kollegin hatte Geburtstag. Weil eine weitere Kollegin direkt auf dem Weg zu ihr wohnt, habe ich sie mit dem Satz "Ich hole dich mit dem Auto ab." eingeladen mit mir zu fahren. Ich hole dich mit dem Auto ab... Es ist wirklich erstaunlich, was in diesem Satz eigentlich alles drinsteckt. Vielen Dank liebe Heldenkollegin, dass du mir/uns aufgezeigt hast, was hinter diesem Satz eben wirklich steckt!
Manuela Tinner, 05Gf
Hallo!
Ich war sehr erstaunt über deinen Beitrag. Es steckt wirklich sehr viel Geld und Arbeit hinter dem Prozess zur Benzinherstellung. Daher kann ich mich den anderen Meinungen nur anschliessen und finde es ziemlich erschreckend, wie sorglos und sinnlos wir mit dem Auto in der Gegend herumfahren und uns nur aufregen, wie teuer es sei. Ich denke aber nicht, dass viele Menschen aus Naturschutzgründen aufs Auto verzichten würden. Oft geschieht das halt nur übers Geld.
Hallo ihr Heldinnen,
ich melde mich auch noch zu Wort zu deinem spannenden Eintrag / euren Kommentaren.
Ich habe nun einige Blogeinträge zu dieser Thematik gelesen und öfters gestaunt. Was das Benzin jedoch für einen Weg zurück legt, hat mich schon sehr nachdenklich gestimmt und meine Meinung zum Überdenken gebracht. Ich fand es enorm, wie teuer heutzutage 1 Liter Benzin ist. Wenn man jedoch den Weg bedenkt, den 1 Liter Benzin zurücklegt, finde ich, dass 1 Liter Benzin den Preis verdient hat. Vielleicht ist der hohe Benzinpreis auch ein Vorteil: 1. Man überlegt sich zwei Mal, das Auto zu nehmen und 2. Viele Lenker/-innen fahren langsamer auf der Strasse. Das schont zudem die Umwelt! Ich habe mir nun angewöhnt, etwas langsamer zu fahren, wenn ich Zeit habe. Ausserdem möchte ich - jetzt wo der Frühling bald kommt - mein Fahrrad bald aus dem Keller nehmen, so dass ich kleine Strecken wieder vermehrt mit dem Fahrrad fahre - das tut nicht nur der Umwelt, sondern auch mir gut;)
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